Wolfgang Lüder ist im Alter von 76 Jahren in der Nacht vom 18. auf den 19. August gestorben. Das teilte Berlins Parlamentspräsident Wolfgang Wieland (SPD) am Dienstag mit.
Lüder war von 1975 bis 1981 in Berlin Senator für Wirtschaft und Verkehr sowie von 1976 bis 1981 Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.
Im Januar 1981 hatte er in Folge eines Bürgschaftsskandals im Zusammenhang mit der Garski-Affäre seinen Rücktritt erklärt. Die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus hatte ihn dazu gedrängt. „Schuld oder Vorwerfbarkeit“ wies Lüder jedoch von sich.
Danach saß er von 1987 bis 1994 im Deutschen Bundestag. Zudem war der Politiker viele Jahre Landesvorsitzender der Berliner FDP (1971 bis 1981).
Parlamentspräsident Ralf Wieland würdigte Lüder als engagierten Berliner Politiker, der „die Ostpolitik der frühen 70er-Jahre mit ganzer Kraft unterstützte“. Er habe in ihr den Weg zur Einheit Deutschlands und Berlins gesehen. „Wolfgang Lüder war ein Mann des Ausgleichs in der Berliner Politik“, so Wieland weiter. Erst im vergangenen Jahr habe Wolfgang Lüder die Würde eines Stadtältesten erhalten. „Berlin hat einen Freund verloren.“
Lüder war Rechtsanwalt und Notar.
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