U-Bahn-Linie

BVG legt beim Weiterbau der U5 eine Pause ein

| Lesedauer: 2 Minuten
Thomas Fülling

Foto: Florian Schuh / dpa

Die Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“, die sich für die U-Bahn-Linie 5 durch Berlin-Mitte bohrt, muss eine zweiwöchige Pause einlegen. Denn die Unterquerung der 45 Meter breiten Spree birgt Risiken.

Nur sechs Wochen nach dem Start haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Weiterbau der U-Bahn-Linie 5 schon wieder unterbrochen. Die Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ habe ihre Fahrt gestoppt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Über die Fortsetzung der Arbeiten soll in zwei Wochen entschieden werden, so die BVG.

Grund für den Zwischenstopp soll indes kein unvorhergesehenes technisches Problem, sondern die unmittelbar bevorstehende Unterquerung der Spree sein. Die Tunnelröhren werden teilweise nur fünf Meter unter den fließenden Wasser gebohrt, die Unterquerung der an dieser Stelle 45 Meter breiten Spree gilt daher technisch als anspruchsvoll und nicht ohne Risiken. Damit alles glatt läuft, müsste erst noch eine Reihe von Wartungen und Sicherheitsprüfungen vorgenommen werden, heißt es.

„Bärlinde arbeitet bislang tadellos, wir kommen sehr gut voran und sind zuversichtlich, dass das auch bei der Unterquerung der Spree so bleiben wird“, sagte Arne Brink, verantwortlicher Manager von der mit U5-Weiterbau beauftragten Firma Bilfinger Construction.

Bei den nun anstehenden Vorbereitungen muss neben eben den Werkzeugen am Schneidrad auch die so genannte Stützsuspension – das ist die Flüssigkeit, in der sich das Schneidrad bei der Bohrung dreht – an die Besonderheiten einer Spreeunterquerung angepasst werden.

Bisher hat „Bärlinde“ , die Ende Juni ihre Fahrt am sogenannten Marx-Engels-Forum schräg gegenüber den Roten Rathaus begonnen hat, erst 105 Meter Tunnel gegraben. Das sind gerade einmal 2,5 Meter pro Tag. Ursprünglich war eine Tagesleistung von durchschnittlich acht Metern angegeben worden.

Insgesamt muss die Tunnelvortriebsmaschine rund 1600 Meter zurücklegen, bis sie ihr die Ziel, den U-Bahnhof Brandenburger Tor, erreicht hat. Die erste Röhre soll bis November 2013 fertig sein, der zweite Tunnel soll im kommenden Jahr gebohrt werden.