Aufgrund von Unwetterschäden ist die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg seit Dienstagnachmittag unterbrochen. An einem Gleisabschnitt bei Nauen (Havelland) sei die Oberleitung beschädigt, sagte ein Bahnsprecher. Fernzüge würden über Stendal und Magdeburg umgeleitet, Fahrgäste müssten mit eineinhalb bis zwei Stunden längeren Reisezeiten rechnen.
Im Regionalverkehr sollen Busse die Bahn ersetzen. Wann die Strecke wieder frei ist, sei unklar. Ein Reparaturtriebwagen aus Wittenberge sei unterwegs, sagte der Sprecher. Ersatzverkehr mit Bussen gebe es außerdem auf Abschnitten der Regionalbahnstrecke in Richtung von und nach Stralsund in Brandenburg sowie zwischen Neustrelitz und Waren in Mecklenburg.
Berliner Feuerwehr bereitet sich auf Unwetter vor
Die Berliner Feuerwehr bereitet sich indessen auf einen vorübergehenden Ausnahmezustand wegen heftiger Gewitter vor. Im Kreis Oberhavel ist die Feuerwehr bereits im Großeinsatz wegen zahlreicher umgestürzter Bäume. In Berlin sind auch am Nachmittag bereits Blitz und Donner zu erwarten, das große Gewitter soll aber erst später kommen.
Es wurden deshalb auch noch keine zusätzlichen Kräfte herangezogen. Die Feuerwehr benennt allerdings bereits Erkunder“Kundschafter“, die, sollte das große Gewitter kommen, unterwegs sind und Priorisierungen vornehmen.
Der Deutsche Wettererdienst (DWD) gab für Berlin und Teile Brandenburgs für den Nachmittag eine „Warnung vor markantem Wetter“ heraus. Diese amtliche Warnung vor starkem Gewitter galt bis 14.30 Uhr. Nun gilt für Berlin vorerst nur eine Hitzewarnung. Die Unwetterzentrale hat eine “Vorwarnung“ herausgegeben.
Die Vorhersage des DWD für Berlin und Brandenburg: Gewitter, gebietsweise mit schweren Sturmböen, in der Nacht nur langsam abklingende kräftige Gewitter, danach Regen. Bei schwachem nördlichem Wind sinkt die Temperatur auf 21 bis 17 Grad, in Berlin auf 20 Grad.
Erst in der Nacht zu Montag waren heftige Gewitter über Berlin hinweggezogen. Ein Video auf der Internet-Plattform Youtube zeigt, wie die Station in Steglitz am späten Sonntagabend binnen Sekunden geflutet wurde. BVG-Sprecherin Petra Reetz sagte: „Das kann bei Starkregen auch an anderen Stationen durchaus vorkommen.“ Der U-Bahnverkehr auf der Linie U9 blieb nach dem massiven Wassereinbruch am Walther-Schreiber-Platz etwa eine Stunde unterbrochen.
BM



