Empfohlen wird bei tropischen Temperaturen: wenn schon Bewegung, dann möglichst langsames Gehen. Trotzdem ließen sich 4127 laufbegeisterte Berliner und Touristen nicht davon abhalten, sich in der abendlichen Hitze mikt bis zu 32 Grad Celsius am Kurfürstendamm auf die Strecke des 22. Vattenfall City-Nachtlaufs zu begeben.
Der Veranstalter hatte allerdings aus Sorge um das Wohl der Läufer die Distanz von zehn auf fünf Kilometer verkürzt und – um die besonders Ehrgeizigen zu bremsen – den Lauf ohne Wettkampfwertung gestartet. Außerdem wurden die Wasserausgaben verstärkt, zusätzlich 300 Kilogramm Eis zur Abkühlung bereitgestellt und die Läufer vom Veranstalter zu mäßigem Tempo angehalten.
Professor Lars Brechtel, leitender Arzt des SCC Events Medical Teams sagte: „Medizinisch gesehen steht der Bewältigung einer Fünf-Kilometer-Strecke in vernünftigem Tempo durch einen gesunden Sportler nichts im Wege.“
Als erste gingen die Inline-Skater um 19.15 Uhr an den Start, gegen 19.50 Uhr folgten die für die Fünf-Kilometer-Distanz gemeldeten Läufer auf dem Kurs von der Joachimsthaler Straße zur Nestorstraße und zurück. Um 20.30 Uhr gingen die für den Zehn-Kilometer-Lauf gemeldeten Starter auf die Fünf-Kilometer-Strecke.
„Wegen des Wetters waren wir unsicher, wie viele der etwa 9700 angemeldeten Läufer tatsächlich an den Start gehen werden. Dass es so viele waren, ist toll“, sagte SCC-Sprecher Thomas Steffens. Seine Bilanz nach dem Hitzelauf am Kudamm: Kein Läufer musste in einem Krankenhaus versorgt werden.
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