Stadtautobahn

Früher freie Fahrt am Dreieck Funkturm

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Foto: Amin Akhtar

Berlins staugeplagte Autofahrer können aufatmen: Die Sperrung der Stadtautobahn (A100) im Bereich des Dreiecks Funkturm könne bereits am Montag beendet werden – vielleicht sogar schon am Sonntag.

Verkehrssenator Michael Müller (SPD) kündigte bei einer Pressekonferenz auf der Baustelle am Donnerstagabend an, dass ab spätestens Montag wieder freie Fahrt am Funkturm herrscht.

Damit verschwindet die wohl größte Staustelle dieses Sommers zehn Tage eher als geplant. Ursprünglich sollte die A100 in diesem Bereich ab 7. August wieder komplett für den Verkehr zur Verfügung stehen. „Wir haben uns vorgenommen, im Zeitplan zu bleiben und sind deutlich früher fertig“, freute sich der Senator. Sieben Wochen Bauzeit statt achteinhalb, das sei der guten Baustellenkoordinierung, aber auch dem sehr guten Wetter zu verdanken.

Allerdings muss für die Arbeiten die A100 in der Nacht von Freitag zu Sonnabend in Fahrtrichtung Nord noch einmal zwischen den Anschlussstellen Schmargendorf und Kaiserdamm komplett gesperrt werden. Auch schon in der Nacht zu Freitag wurde gesperrt. Die Arbeiter waren angesichts der Sommerhitze froh über die Nachtschicht.

Beschränkungen seit Anfang Juni

Seit Anfang Juni mussten die Autofahrer am Dreieck Funkturm erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Grund dafür waren die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der A100 zwischen der Anschlussstelle Kurfürstendamm bis zum Autobahndreieck Funkturm. In Fahrtrichtung Norden stand den Autofahrern zeitweise nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Mit 200.000 Fahrzeugen pro Tag ist dieser Streckenabschnitt nach Angaben der Senatsverkehrsverwaltung der verkehrsreichste in ganz Europa. Für besonders große Behinderungen sorgte die wochenlange Sperrung der vierspurigen Brücke, die die A115 (Avus) mit der A100 verbindet. Der Verkehr musste in dieser Zeit über Stadtstraßen umgeleitet werden.

Wie schon bei der Sanierung der Avus im vergangenen Jahr hatte die Senatsverwaltung den Baufirmen eine Prämie in Aussicht gestellt, wenn sie die Arbeiten schneller als geplant abschließen können. Diese Bonusregelung zeigte erneut Wirkung. Mit der Aussicht auf einen Bonus von maximal 50.000 Euro wurden vor allem für die Brücken weitere Arbeitskräfte und zusätzliche Technik mobilisiert. Bereits der erste Bauabschnitt konnte fünf Tage früher als zunächst geplant beendet werden.

Insgesamt wurden rund 1,5 Kilometer Fahrbahn sowie mehrere Brückenbauwerke saniert. Die Gesamtkosten bezifferte der Senat mit 1,5 Millionen Euro, die komplett vom Bund als Eigentümer der Autobahn übernommen werden. Eine Million wurde an den Brücken verbaut. Wegen der hohen Lärmbelastung der Anwohner in diesem Bereich wurde ein schallreduzierender Gussasphalt und außerhalb der Brückenbereiche der sogenannte Flüsterasphalt verbaut.

( ag/fü )