Die Dauerbaustelle auf der Stadtautobahn A100 am Dreieck Funkturm soll voraussichtlich zum Ende der Sommerferien verschwunden sein. Das sagte Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) am Mittwoch bei einer Besichtigung der Baustelle. Statt am 7. August, wie ursprünglich geplant, könnte die Sanierung des 1,5 Kilometer langen Autobahnabschnitts zwischen den Anschlussstellen Kurfürstendamm und Kaiserdamm bereits am 2. August beendet werden.
Die Senatsverkehrsverwaltung hofft, dass damit ein Stauchaos im Rückreiseverkehr vermieden werden kann. Die Baustelle am Dreieck Funkturm verursacht seit Wochen vor allem im morgendlichen Berufsverkehr Probleme. Seit dem Start der zweiten Bauphase vor einer Woche steht auf der A100 in Richtung Norden nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Am Mittwochvormittag reichte der Rückstau bis zur Ausfahrt Detmolder Straße.
Bund spart durch schnellere Fertigstellung viel Geld
Um die Bauarbeiten zu beschleunigen hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit den Baufirmen eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung vereinbart. Die Unternehmen erhalten bei einer schnelleren Fertigstellung eine Prämie, pro Tag etwa 10.000 Euro. Für jeden Tag Verspätung hätten die Firmen etwa 4000 Euro weniger bekommen. Ein finanzieller Anreiz für schnelle Arbeit hatte sich bereits bei der Sanierung der A115 (Avus) bewährt. Auch dank der Bonus-Regelung konnte die Sanierung dort im November 2012 nach 18 Monaten fertiggestellt werden – ein Jahr früher als geplant.
Der Bund sparte dadurch etwa vier Millionen Euro an Baukosten. Die Baufirmen erhielten für die schnelle Fertigstellung einen Bonus von rund einer Million Euro. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung am Dreieck Funkturm, rund zwei Millionen Euro, trägt ebenfalls der Bund. Der Abschnitt der A100 gilt mit täglich knapp 200.000 Fahrzeugen als der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt Europas.
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