In Mecklenburg-Vorpommern ist erneut ein Urlauber beim Baden ums Leben gekommen.

Wie der Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft, Stefan Urbanek, am Montag sagte, handelt es sich um einen 67 Jahre alten Urlauber aus Berlin. Seine Leiche war am Sonntagabend in der Ostsee vor der Insel Poel (Kreis Nordwestmecklenburg) entdeckt worden.

„Der Mann ist nach den Ergebnissen der Leichenschau ertrunken“, sagte Urbanek. Eine Obduktion soll es nicht geben. Eine Passantin hatte die Leiche des Mannes im Wasser treibend am Strand Schwarzer Busch entdeckt.

Damit sind im Juli bereits elf Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bei Bade- und Bootsunfällen ums Leben gekommen, darunter drei Kinder.

Experten halten Leichtsinn von Badegästen für eine der Ursachen für die Häufung in so kurzer Zeit. Einige der Badeunfälle werden aber auch auf gesundheitliche Probleme der meist älteren Betroffenen zurückgeführt.

2012 kamen nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Mecklenburg-Vorpommern 30 Menschen beim Baden ums Leben. Experten zufolge sind Menschen im Alter über 65 Jahre am meisten betroffen, da sie im Wasser Herz-Kreislauf-Zusammenbrüche erlitten.

dpa/sei