Unbekannte haben am Montagmorgen einen Geldautomaten in Wilmersdorf gesprengt. Allerdings konnten sie den Geldsafe des Automaten nicht öffnen und flüchteten ohne Beute. Der Automat und das Foyer wurden erheblich beschädigt, wie die Polizei mitteilte.

Anwohner der Augsburger Straße waren gegen 4.30 Uhr einen lauten Knall geweckt worden und sahen mehrere Männer aus der Bankfiliale mit zwei Fahrzeugen flüchten. Beamte des Landeskriminalamts ermitteln.

Die Serie von Geldautomaten-Sprengungen in Berlin hält seit einigen Wochen an. Erst am Sonntag hatten Unbekannte versucht durch eine Sprengung an das Geld eines Kreuzberger Automaten zu kommen. Der Eingangsbereich der Bank wurde erheblich geschädigt, der Geldbehälter blieb aber verschlossen. Auch sie mussten schließlich ohne Beute flüchten. Im Juni hatte es mehrere solcher Taten in Kreuzberg und Wilmersdorf gegeben.

Komplette Geldautomaten wurden auch schon mit schwerer Technik aus der Verankerung gerissen, bewusst mit Autos gerammt – und im Ganzen gestohlen. Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte etwa wiederholt Automaten auf Bahnhöfen mit Fahrzeugen aus der Verankerung gerissen.

Gewisse Parallelen zwischen mehreren Fällen

Die Polizei macht keine Angaben zum Sachschaden in dem aktuellen Fall. Aber ein Blick auf die Tatorte zeigt: Die Zerstörungen an den Geräten und Gebäuden sind immens. Die Berliner Sparkasse schließt in Berlin unterdessen nachts einen Teil der Filialen.

Unklar ist, ob es sich immer um die selben Täter handelt. „Wir prüfen einen Tatzusammenhang“, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe gewisse Parallelen, die geprüft werden müssten. „Wir haben Spezialisten in einem Fachkommissariat, die sich um die Fälle kümmern.“ Fest stehe aber: Keinen Zusammenhang gibt es mit den Taten vor einem bis anderthalb Jahren.

BM/dpa/ap/sh