Best of Berlin

Das sind die schönsten Badestrände mitten in Berlin

Schwimmen, Chillen, Sonnenbaden: Wenn der Sommer sich von seiner besseren Seite zeigt, sind die Berliner Seen der schönste Ort, um vom Alltag zu entspannen. Eine Auswahl.

Foto: pa/dpa/Peer Grimm, dpa/Britta Pedersen, / dpa

Tegel: Wo einem Fische um die Beine schwimmen

„Mit Kind und Kegel auf nach Tegel“ heißt es im Werbeslogan des Strandbades am Tegeler See. Die Badeanstalt ist bestens für Familien geeignet, gut überschaubar und durch das sehr flach abfallende Wasser für Kinder prädestiniert. Geübte Schwimmer können auch vom großen Steg aus ins Wasser gehen. Das Wasser ist so klar, dass man zuweilen die Fische sieht, die einem um die Beine schwimmen. Wer lieber das Geschehen vom Land beobachtet, mietet sich einen der 60 Strandkörbe für fünf Euro pro Tag.

Strandbad Tegeler See Schwarzer Weg 21, Tegel, Bus 222 Falkenplatz, tägl. 8–20 Uhr, ab 5.8. tägl. 10–19 Uhr, 4 Euro, erm. 2,50 Euro, Tel. 22 19 00 11, www.strandbad-tegel.de

Charlottenburg: Träumen auf der Wasserliege

„Der 4500 Quadratmeter große Sandstrand wird täglich geharkt und regelmäßig gesäubert“, vekündet Karl-Heinz Kabisch stolz. Sein Handtuch kann man auch auf 2000 Quadratmetern Rasenfläche unter Schatten spendenden Birken und Kastanien ausbreiten. Auf einer Liege (3 Euro/Tag) ein Buch lesen und ein kaltes Getränk genießen, ist auch auf dem Wasser möglich: auf schwimmenden Liegen (5 Euro/Std.). Neu ist der als Eiswagen umherfahrende Strandbuggy.

Strandbad Jungfernheide Jungfernheideweg 60, Charlottenburg, U7 Siemensdamm, tägl. 10–20 Uhr, 4,50 Euro, erm. 2,50 Euro, Tel. 70 71 24 12, www.badeninberlin.de

Wannsee: Mehr als 1200 Ostsee-Strandmeter

Berlins bekanntestes Strandbad ist ein Klassiker. Tausende Besucher wollen sich bei gutem Wetter wie an der Ostsee fühlen und das schafft die über einhundert Jahre alte Badeanstalt auch. Denn es locken 1200 Meter Sandstrand – 200 im FKK-Bereich –, eine rund 80 Meter lange Wasserrutsche und mehr als 300 Strandkörbe (8 Euro/Tag, 5 Euro/halber Tag). Tipp: das Drachenbootrennen „Wannsee Cup Berlin“ am 20.7.

Strandbad Wannsee Wannseebadweg 25, Wannsee, S 1, 7 Nikolassee, Bus 218 Kronprinzessinnenweg/Ecke Wannseebadweg, Mo.–Fr. 9–20, Sbd.+So. 8–21 Uhr, ab 5.8. 10–20, 8–20 Uhr, 4,50 Euro, erm. 2,80 Euro, Hotline 01803 -10 20 20, www.strandbadwannsee.de

Pankow: Baden, chillen, grillen und tanzen

160.000 Tonnen Sand hat Strandbad-Chef Oliver Schulz Anfang der Saison anfahren lassen. Wie gewohnt, wird am Weißen See – es gibt einen langen, breiten Sandstrand und viele Liegestühle (5 Euro/Tag) – nicht nur gebadet. Mittwochs um 9 Uhr wird Yoga am Strand (10 Euro) angeboten. Um 19 Uhr hat der Bademeister Feierabend (Schwimmen dann auf eigene Gefahr). Anschließend ist der Eintritt frei und das Freibad wird zur Lounge: Chillen bis nach Mitternacht, es gibt drei Bars und eine Grillstation. Und es wird getanzt.

Strandbad Weißensee Uferpromenade am Weißen See, Pankow, Tram 12, M4, M13 Berliner Allee/Indira-Gandhi-Straße, tägl. ab 9 Uhr, 4,50 Euro, erm. 2,80 Euro, Tel. 0160-310 96 87 (tägl. 10–16 Uhr), www.binbaden.com

Friedrichshagen: Wer traut sich vom Fünf-Meter-Turm?

Fünf Meter hören sich erst einmal nicht so hoch an. Wenn man aber auf dem Sprungturms steht, muss man schon Mut aufbringen, um herunterzuspringen. Für 12 Euro/Std. kann man sich stehend auf einem Surfboard mittels paddeln fortbewegen. Es geht aber auch gemütlich: beim Sonnenbaden und Faulenzen im Liegestuhl (1 Euro/Tag).

Seebad Friedrichshagen Müggelseedamm 216, Friedrichshagen, Tram 60 Josef-Nawrocki-Straße, Tram 61 Müggelseedamm/Bölschestraße, tägl. 10–19 Uhr, 4, erm. 2,50 Euro, Kinder bis 3 J. 1,50 Euro, Tel. 645 57 56, www.seebad-friedrichshagen.de

Lübars: Rutschen oder Volleyball spielen

Mehr als 100.000 Quadratmeter misst das Strandbad, gut die Hälfte davon nimmt der See mit 150 Meter Sandstrand ein. Die Wasserqualität ist bestens. Hohe Pappeln und Robinien spenden Schatten. Man kann vom Ein-, Drei- und Fünf-Meter-Turm springen, die große Rutsche erobern, Volleyball spielen. Imbiss, Grillstation und ein Restaurant runden den Service ab.

Strandbad Lübars Am Freibad 9, Lübars, Bus 222 Am Vierrutenberg, tägl. 8–20 h, 5, erm. 3 Euro, Tel. 402 60 50, www.strandbad-luebars.de

Wedding: Grüne Wiesen und Klettern am See

Auch am Plötzensee wird seit einem Jahrhundert im Freibad gebadet. Viel Grün umgibt die „EU-Badestelle“, in der regelmäßig die Wasserqualität gemessen wird. 15.000 Quadratmeter Sandstrand und 40.000 Liegewiesen-Quadratmeter (Strandkörbe 5 Euro, Liegen 3 Euro) sprechen für sich. Kinder und Jugendliche haben ihren eigenen Favoriten, das 20 Meter Meter hohe Seilklettergerüst am Strand.

Freibad Plötzensee Nordufer 26, Wedding, S41, 42 Beusselstraße, U9 Westhafen, tägl. 9–19 Uhr, 4, erm. 2,50 Euro, ab 17 Uhr 2,50 Euro,Tel. 45 02 05 33, www.strandbad-ploetzensee.de

Grünau: Vom Strandkorb Bootsrennen gucken

Die einen messen sich auf der Regattastrecke auf der Dahme, genau genommen dem Langen See, die anderen beobachten das Renngeschehen vom Strandkorb (10 Euro/Tag), der Liege (4 Euro/Tag) oder vom Handtuch aus. 1908 wurde das Familienbad eröffnet, damit gehört es zu den ältesten Freibädern der Stadt. Besonderheit: einer Salzgrotte (10 Euro/45 Min.), die einem das Gefühl gibt, man atme Meeresluft ein.

Strandbad Grünau Sportpromenade 5, Grünau, Tram 68 Strandbad Grünau, bis 31.8. tägl. 10–18 Uhr, Ferien: bis 19 Uhr, 7 Euro, erm. 5 Euro, Kinder bis 2 J. frei, Tel. 25 09 06 83, strandbad-grünau.de

Köpenick: Gemütlich baden am Langen See

Auf den 130 Meter langen Sandstrand ist Pächter Bernd Leidig besonders stolz. Die Gäste können es sich auf Liegestühlen und in Strandkörben gemütlich machen (2–4 Euro/Tag). Auf der großen Sonnenterrasse werden Kaffee, Kuchen, Eis und Hausmannskost serviert. Leidig ist auch Koch.

Strandbad Wendenschloss Möllhausenufer 30, Köpenick, Tram 62 Wendenschloßstraße, tägl. 9–20 Uhr, 4 Euro, erm. 3,50 Euro, Kinder/Jugendliche 1–2,50 Euro, Tel. 651 71 71, www.strandbad-wendenschloss.de

Hohenschönhausen: Badesee mit Riesenrutsche

Für die Jüngeren ist die gewundene 52-Meter-Rutsche der Hit. Damit gefahrlos gebadet werden kann, ist der See in einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich unterteilt. Komfortabel liegt und sitzt es sich auf dem 300 Meter langen Sandstrand auf Liegen und in Strandkörben (3–5 Euro/Tag). Bei der Eröffnung der Badeanstalt 1929 wurde dafür eigens Sand aus dem Ostseebad Ahlbeck angefahren. Kulinarisch kann man sich am Eispavillon verpflegen.

Strandbad Orankesee Gertrudstr. 7, Hohenschönhausen, Tram M27 Stadion Buschallee/Suermondtstraße, tägl. 9–19 Uhr, 4 Euro, erm. 2,50 Euro, Kinder bis 2 J. frei, Tel. 986 40 32, www.strandbad-orankesee.de