Badeseen

Wo die Berliner am Wochenende abtauchen können

Am Wochenende soll es in Berlin noch mal angenehm warm werden. Bei Temperaturen um die 24 Grad lohnt sich ein Abstecher zu einem Badesee. Die Morgenpost stellt sechs besondere Seen rund um Berlin vor.

Foto: Peer Grimm / pa/dpa

Zwischen Sturmtief „Norbert“ und der schon anrückenden Schlechtwetterfront „Othello“ liegen das Wochenende – und zum Glück ein Zwischenhoch. Laut Deutschem Wetterdienst erwarten uns 24 Grad am Sonnabend und 23 Grad am Sonntag. Das sollte man ausnutzen, am besten mit einem Besuch am Badesee. Die Tipps der Morgenpost-Autoren:

Tegeler See

Der Tegeler See liegt im Nordwesten Berlins in Reinickendorf und ist aufgrund seiner hohen Wasserqualität und schnellen Erreichbarkeit ein Klassiker unter den Berliner Badeseen. Die Sichttiefe in dem zweitgrößten See Berlins beträgt teilweise mehr als drei Meter. Neben dem Strandbad gibt es zahlreiche Badestellen, bei denen man unkompliziert ins Wasser eintauchen kann. Zum Beispiel Bernauer Straße (gegenüber von Reiswerder), Schwarzer Weg (Reiherwerder), Saatwinkel und gegenüber der Insel Scharfenberg. Die Badestellen sind zu Fuß zu erreichen, Parkmöglichkeiten finden sich aber in direkter Nähe.

Groß-Glienicker See

Der Groß-Glienicker See hat momentan eine perfekte Wassertemperatur von gefühlten 23 oder 24 Grad. Eine gute halbe Stunde Fahrzeit mit dem Auto dauert es, bis man den großen Parkplatz fast am Ende der Verlängerten Uferpromenade in Kladow erreicht. Auch auf dem Weg dorthin gibt es schon Badestellen, doch mit dem Parken ist es im Süden des Sees vor dem Seekrug einfacher. Die Ausflugsgaststätte war im November 2012 durch ein Feuer stark beschädigt worden und will im Juli neu eröffnen. Getränke und Essen gibt es aber auch jetzt schon in einem Kiosk gleich neben der Badestelle. Während es an den Badestellen recht trubelig zugeht, ist das Schwimmen im See ruhig und erholsam. Motorboote sind dort nicht erlaubt.

Plötzensee

Am Plötzensee in Wedding kann man natürlich zwischen neun und 19 Uhr in das öffentliche Freibad gehen. Doch schöner ist es, wenn man abends kommt und sich eine Stelle sucht, wo das Ufer nicht ganz so dicht bewachsen ist. Dort hat man zwar keinen Kiosk und Strandkorb wie im Freibad. Dafür steigt man direkt in den See, ist nach ein paar Schwimmzügen in der Mitte und sieht, wie die untergehende Sonne alles in ein goldenes Licht taucht.

Liepnitzsee

Es gibt diesen See, der ein Versprechen ist. Er liegt in einer Mulde, den die letzte Eiszeit übrig gelassen hat, versteckt in einem Buchenwald, aber genau das ist das Besondere an ihm. Man sieht ihn erst, wenn man wenige Meter vor ihm steht – der Liepnitzsee, acht Kilometer nördlich von Berlin. In der Mitte des Sees gibt es eine Insel. Zwischen zwei Bäumen ist eine Schaukel aufgehängt, ein Paradies für Kinder und Jugendliche. Vergessen ist die Zeit, als in der benachbarten Waldsiedlung bei Wandlitz die DDR-Oberen wohnten. Am bequemsten erreicht man den See mit der S- oder Regionalbahn. Sie fahren bis Bernau und von dort aus mit dem Bus oder Fahrrad zum See. Der Weg ist ausgeschildert. Natürlich geht es auch mit Auto und Navi.

Stechlinsee

Der Stechlinsee liegt im Norden Brandenburgs und besticht durch glasklares Wasser und wunderschöne Uferbewaldung. Den See erreicht man mit dem Auto über die B96 in rund 60 Minuten Fahrtzeit. Am südöstlichen Ufer liegt das kleine Dörfchen Neuglobsow mit verschiedenen Restaurants. Geheimtipp ist der rustikale Fischer direkt am See. Es gibt eine familienfreundliche Badestelle und einen Bootsverleih. Aber auch viele kleinere Einstiege rund um den See bieten die Möglichkeit, ins Wasser zu gelangen. Zu der Badestelle gelangt man am besten über die Stechlinseestraße, die durch Neuglobsow führt.

Motzener See

Der Motzener See liegt südöstlich von Berlin, nahe Königs Wusterhausen. Am See liegen die Orte Kallinchen und Motzen, in unmittelbarer Nähe liegt Zossen. Der See wurde für seine hervorragende Wasserqualität ausgezeichnet – er gehört zu den saubersten Gewässern Europas. Neben einem Freibad gibt es noch zwei weitere Badestellen. Eine Einstiegsstelle befindet sich direkt am Campingplatz Kallinchen. Wer das Wasser nackt genießen möchte, kann bei einem der ältesten noch bestehenden deutschen Nacktbadevereinen, dem AKK-Birkenheide e.V., ins Wasser springen. Am besten erreicht man den Motzener See mit dem Auto über die A13 oder B96. Zossen kann man auch mit den Bahnen RE3 und RE7 erreichen.

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