Bilanz 2012

684 Radler in Berlin verunglückt und schwer verletzt

In Berlin vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Radfahrer im Straßenverkehr verunglückt. Die Zahl der Unfälle ist nach ADAC-Angaben im Jahr 2012 deutlich gestiegen.

Foto: Peter Oldenburger

In Berlin ist die Zahl der Fahrradunfälle im vergangenen Jahr gestiegen. 684 Radler kamen 2012 schwer verletzt in ein Krankenhaus, das waren 29 mehr als im Vorjahr, wie der ADAC Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte.

Die Zahl der bei einem Unfall getöteten Fahrradfahrer stieg im Jahr 2012 auf 15. Im Vorjahr waren 11 Menschen bei Radunfällen gestorben.

Gerade in den vergangenen Tagen hatten sich die tödlichen Fahrradunfälle in Berlin gehäuft. So war ein 73 Jahre alter Radfahrer bei der Kollision mit einem Lkw in Berlin-Lichtenrade ums Leben gekommen.

In Berlin-Prenzlauer Berg war eine Radfahrerin unter einen Lastwagen geraten und gestorben. Auch in Berlin-Kreuzberg kam es zu einem schweren Unfall zwischen einem Lkw und einer Radlerin.

Ein Radfahrer war in Friedrichshain beim Überqueren einer Straße von einer Straßenbahn der Linie M8 erfasst worden. Der junge Mann erlag seinen schweren Verletzungen.

Radler sollten besonders an Kreuzungen vorsichtig fahren, sagte der Verkehrsvorstand des ADAC Berlin-Brandenburg, Volker Krane. Vor allem im Sommer, wenn viele Touristen und Reisebusse in den beliebten städtischen Zentren der Stadt unterwegs seien, werde es in den Kreuzungsbereichen schnell unübersichtlich und gefährlich. Es gebe Situationen, in denen Lkw-Fahrer zudem einfach keine Chance hätten, einen Radfahrer zu sehen.