Nun heißt es Abschied nehmen: Fast sechs Monate lang hielt Hollywood-Star George Clooney Berlin in Atem. Jetzt verlegt er seinen Arbeitsplatz wieder aus der deutschen Hauptstadt nach Amerika. Die Dreharbeiten zu seinem neuen Film „The Monuments Men“ sind offiziell beendet. Das Studio Babelsberg – Co-Produzent des Streifens – dreht nur noch einige visuelle Effekte ab, wie Sprecher Eike Wolf am Donnerstag bekannt gab.
Dafür geht es am heutigen Freitag erneut ins sächsische Görlitz, wo historische Bauten am Obermarkt für Hintergrundbilder im Film aufgenommen werden. „Einige Komparsen werden auch durch’s Bild gehen – aber die Dreharbeiten sind ohne Regisseur und Schauspieler“, berichtete Wolf.
Während Kollegen wie Matt Damon, John Goodman oder Bill Murray bereits abgereist waren, blieb Clooney noch bis zum gestrigen Donnerstag in der Stadt. Der Oscar-Preisträger hatte bereits im Januar sein Quartier im „Soho House“ an der Torstraße bezogen. Von dort aus bereitete er die Dreharbeiten vor, besichtigte Locations, suchte Komparsen und holte nach und nach sein komplettes Filmteam hinzu, zu dem auch Cate Blanchett gehörte.
Nikolaiviertel und Museumsinsel - Filmdrehs an historischen Plätzen
Clooney hatte bei „The Monuments Man“ am Drehbuch mitgeschrieben, Regie geführt und die Hauptrolle übernommen. Der Film spielt am Ende des Zweiten Weltkriegs. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht eine Gruppe von Kunsthistorikern und Museumskuratoren, bedeutende Kunstschätze in Sicherheit zu bringen, bevor Hitler sie zerstören kann.
Gedreht wurde in Berlin an historischen Plätzen wie im Nikolaiviertel oder auf der Museumsinsel. Weitere Drehorte für den Streifen waren unter anderem Goslar, Wernigerode, Clausthal-Zellerfeld und Altenau im Harz.
Neben der Arbeit fand Clooney aber auch Zeit für das Vergnügen. Vor allem die Berliner Restaurants hatten es dem Hollywood-Star angetan. Im „Grill Royal“ war er mehrmals zu Gast. Als ihn seine Freundin Stacey Keibler im März in der Hauptstadt besuchte, führte er sie ebenfalls dorthin.
Bill Murray führt im „Pasternak“ Abschiedstanz auf
Auch dem vietnamesischen Lokal „Sian“ stattete er einen Besuch ab. Bill Murray verbrachte seinen letzten Berlin-Abend im Restaurant „Pasternak“ in Prenzlauer Berg. Dort legte nach dem einen oder anderen Wodka sogar noch einen Abschiedstanz aufs Parkett.
Ein Wiedersehen mit den Stars wird es auf der Leinwand geben: In den deutschen Kinos soll Clooneys Werk Anfang Januar 2014 anlaufen.
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