Ersatzverkehr, verlängerte Fahrzeiten, Gedrängel und Geduldsproben: Für die Fahrgäste der Linie U5 im Osten der Stadt wird dieser Sommer nicht angenehm. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erneuern von Montag an auf der oberirdischen Strecke die Kabelkanäle, denen Wind, Niederschläge und Umwelteinflüsse sichtbar zugesetzt haben. Die Arbeiten beginnen mit Betriebsbeginn am frühen Montagmorgen und dauern laut aktuellen Planungen bis zum 2. September. Auf dem gut drei Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Wuhletal und Cottbusser Platz werden die Kanäle in dieser Zeit komplett erneuert, damit die Stromversorgung der Züge, die Signal- und Kommunikationskabel in Zukunft zuverlässig geschützt sind.
Zweieinhalb Monate Busfahren
Für die Fahrgäste heißt das: Sie müssen zweieinhalb Monate lang auf die U-Bahn verzichten und stattdessen die Busse der Ersatzverkehrs nutzen. Gebaut wird nach BVG-Angaben in zwei Phasen. Vom 17. Juni bis zum 11. August ist der komplette Abschnitt zwischen Wuhletal und Cottbusser Platz für den Zugverkehr gesperrt. Um die Ersatzbusse besser wenden zu können, fahren sie aus Richtung Wuhletal kommend über Cottbusser Platz weiter bis zur Riesaer Straße am U-Bahnhof Hellersdorf. Fahrgäste können bis dort mitfahren und dort in die U-Bahn oder in die Straßenbahn umsteigen. Zwischen Hönow und Cottbusser Platz sowie zwischen Wuhletal und Biesdorf-Süd fahren die Züge in der ersten Bauphase im Zehn-Minuten-Takt. Ab Biesdorf-Süd gilt bis zur Endstation Alexanderplatz der gewohnte Fünf-Minuten-Takt.
Leichte Entlastung gibt es für die Fahrgäste dann im zweiten Bauabschnitt. Vom 12. August bis zum 2. September ist die U 5 nur noch zwischen den Bahnhöfen Cottbusser Platz und Kaulsdorf-Nord gesperrt. Über das Konzept des Ersatzverkehrs in dieser Zeit will die BVG im August informieren.
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