Ein Relikt der Eiszeit macht der BVG zu schaffen. Bei den Bauarbeiten für den neuen U-Bahnhof Unter den Linden haben Arbeiter im Untergrund einen riesigen Findling ausgemacht. Der Granitbrocken mit einer Kantenlänge von etwa 3,5 Metern steht einer Schlitzwand im Weg, die als seitliche Begrenzung der wasserdichten Baugrube dienen soll.

Der Findling liegt in 17 Metern Tiefe. Über seine genaue Größe und sein Gewicht kann die BVG noch keine Angaben machen. Klar ist hingegen: Der Brocken muss weg. Mit den normalen Baumaschinen konnten die Arbeiter ihn aber weder zerstören noch bergen. „Er ist einfach zu groß und zu massiv“, sagt Projektleiter Jörg Seegers. Deshalb hat er jetzt schweres Spezialgerät auffahren lassen. Ein 27 Meter hohes und 142 Tonnen schweres Bohrgerät namens BG40 kommt zum Einsatz.

„Wir hoffen, den Findling da unten kaputt zu kriegen“, sagt Seegers. Doch bislang zeigt sich der Brocken zäh. Mehrere Meißelwerkzeuge hat der Steinriese bereits verschlissen. Ob der Fund die Arbeiten an der U-Bahn verzögern wird, ist deshalb nach Angaben eines BVG-Sprechers noch offen.

fal