Am frühen Donnerstagvormittag kam es am Flughafen Tegel schon zum zweiten Mal in dieser Woche zu einem Zwischenfall.
Mitarbeiter klagten, wie schon am Dienstag auch, über Atemprobleme und Übelkeit. Diesmal ist der Terminal D betroffen. Es waren am Morgen drei Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort, um die Betroffenen zu behandeln.
Das Terminal D ist seit 10:10 Uhr wieder geöffnet. Es war geräumt worden, nachdem ein Beschäftigter etwa um 6:45 Uhr im vorderen Bereich des Terminals einen beißenden Geruch bemerkt hatte, wie Flughafensprecher Lars Wagner sagte. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert, die gemeinsam mit der Polizei das Terminal räumte. "Zu dieser Uhrzeit hielten sich dort nicht besonders viele Menschen auf", so Wagner. Die Räumung sei eine Routinemaßnahme gewesen, die immer ergriffen werde, wenn eine mögliche Gefahr bestehe.
Neun Personen wurden vor Ort mit leichten Atemwegsreizungen behandelt, eine Person wurde ins Krankenhaus gebracht. Die kriminaltechnische Untersuchung durch die Polizei habe keine Giftstoffe im Terminal messen können, so Wagner. Die Ursache des reizenden Geruchs sei noch unklar.
Der Flugbetrieb und die Abfertigung der Passagiere seien durch die Räumung nicht beeinträchtigt worden, hieß es. Die Fluggäste wurden in einem anderen Terminal weiter betreut.
Schon Dienstag ähnlicher Vorfall
Am Dienstag war es im Terminal C zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Mitarbeiter der Flughafensicherheitsfirma Securitas klagten über Augen- und Atemwegsreizungen, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit. Zwei Menschen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Bereits im vergangenen Oktober waren 53 Menschen verletzt worden, weil sie gesundheitsschädliche Gase eingeatmet hatten. Der nun betroffene Terminal D wurde allerdings in der vergangenen Nacht nicht gereinigt.
BM/cbr





