Mit 56 Bühnen ist die Berliner Theaterlandschaft so groß und vielseitig wie keine andere in Deutschland. Kulturbegeisterte können eine große Breite an ästhetischen und künstlerischen Ausdrucksformen, unterschiedlichste Spielweisen und eine besondere Genrevielfalt erleben. Die Morgenpost stellt die Programm-Highlights im Theater 2013 vor.

For the Disconnected Child

Vom 14. bis 30. Juni findet “Infektion!“, ein Festival für neues experimentelles Musiktheater, in der Staatsoper und der Schaubühne statt. Das Stück „For the Disconnected Child“ feiert dabei zu Beginn an der Schaubühne seine Uraufführung.

In Falk Richters neuem Projekt geht es um die Sehnsucht nach Nähe, die Angst vor Verbindlichkeit, den ständigen Druck der Selbstoptimierung – und Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“. Das Stück ist bis zum 30. Juni immer um 20 Uhr zu sehen. Karten kosten ab elf Euro.

Die Stachelschweine

Wer die letzten Programme der „Stachelschweine" verpasst hat oder seine Lieblingsszene gern noch einmal sehen würde, hat jetzt Gelegenheit, vom 14. bis 29. Juni die Highlights zusammengefasst in einer Vorstellung zu sehen.

„Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ im Renaissance-Theater

Songs u. a. von Elvis Presley bis Udo Lindenberg und Hits wie „Das bisschen Haushalt“ beschreiben neben Texten von Johann Wolfgang von Goethe, William Shakespeare und Frank Wedekind den so genannten „kleinen“ Unterschied zwischen Mann und Frau, der oft größer nicht sein könnte. Vom 14. Juni bis 31. Dezember wird „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ im Renaissance-Theater aufgeführt.

Hilde Knef – Der Teufel und die Diva

Judy Winter verkörpert eine der letzten großen deutschen Diven, Hildegard Knef. Was ist von ihrem Mythos geblieben? Was bleibt nach dem Tod?

Im Theater am Kurfürstendamm wird diesen Fragen musikalisch und theatralisch nachgespürt. Bis 28. Juni und vom 16. Juli bis 16. August gibt es weitere Aufführungen. Karten kosten ab 16 Euro.

„Foreign Affairs“ im Haus der Berliner Festspiele

Vom 27. Juni bis 14. Juli lädt das Haus der Berliner Festspiele zum „Foreign Affairs“-Festival ein. Ein Fokus liegt dabei auf dem Choreografen William Forsythe. Zur Eröffnung kommen die Künstler Anne Teresa De Keersmaeker und Boris Charmatz. Außerdem sind Stücke von Angélica Liddell, Faustin Linyekula, Heine Avdal und Philippe Quesne vertreten.

Die Allgegenwärtigkeit der Wette soll in Diskussionen, Performances und einer Ausstellung thematisiert werden. Tickets für Veranstaltungen beginnen bei zehn Euro.

„Forest: The Nature of Crisis“ in der Schaubühne

Theater der etwas anderen Art bietet am 10. August die Schaubühne, und zwar im Müggelwald. „Forest: The Nature of Crisis“ ist ein theatraler Parcours durch den Müggelwald, begleitet von Tanz, Performance, Texten und Musik. Die Performance geht der Frage nach, ob es angesichts des Krisenbewusstseins einen Weg zurück zur Natur gibt, welche Sehnsüchte damit verbunden sind und welche Bedeutung das Regionale in Zeiten einer globalen Krise gewinnt.

Weitere Vorstellungen laufen bis 19. August um 19.30 Uhr.

„Die Jungfrau von Orleans“ im Deutschen Theater

Das Deutsche Theater hat zusammen mit den Salzburger Festspielen Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ inszeniert. Regie führt dabei Michael Thalheimer. Die Tragödie über eine lothringische Tochter, die in den Krieg zieht, um ihr Vaterland zu retten, steckt voller politischer, philosophischer und religiöser Motive. Berlin-Premiere ist am 27. September. Karten kosten ab vier Euro.

„Die Kanzlerflüsterer“ in der Distel

Ein Elfenbeinturm-Bewohner bricht aus der Welt von Kanzlerin Merkel aus und begibt sich auf die Suche nach dem Bürger. Herauskommt ein temporeiches und politisch brisantes Programm über die besonders in der Merkelära so wichtig gewordenen Berater in der Politik. Bis 28. September zeigt das Kabarett Distel weitere Vorstellungen. Karten kosten ab 13 Euro.

Jedermann-Festspiele im Berliner Dom

Vom 17. bis 27. Oktober finden zum 27. Mal die Berliner Jedermann-Festspiele im Berliner Dom statt. Regisseurin Brigitte Grothum inszeniert das Stück von Hugo von Hofmannsthal abermals mit dem Schauspieler Francis Fulton-Smith in der Titelrolle des Jedermann. Die Buhlschaft wird dieses Jahr von der Sängerin Jeanette Biedermann gespielt. Tickets kosten 25,25 Euro.

„Bloß nicht menstruieren jetzt!“ in den Wühlmäusen

Im aktuellen Programm „Bloß nicht menstruieren jetzt!“ präsentiert die Comedy-Gruppe Eure Mütter eingängige, clever getextete Songs und skurrile Sketche. Und da fast alle Gags der neuen Show in einem Parkhaus entstanden sind, funktionieren sie auf mehreren Ebenen. Am 21. November um 20 Uhr in den Wühlmäusen. Tickets kosten ab 20,50 Euro.