Neukölln

Sonnen-Grundschule – Schüler haben Übergriff erfunden

An der Sonnen-Grundschule in Neukölln sollen Kinder mehrfach von Unbekannten bedrängt worden sein. Nun stellte sich heraus: Mindestens einen der Vorfälle haben sich Schüler ausgedacht.

Foto: JOERG KRAUTHOEFER / joerg Krauthoefer

Die angeblichen Übergriffe eines fremden Mannes auf Schüler der Sonnen-Grundschule in Berlin-Neukölln erscheinen in einem neuen Licht: Die Polizei bestätigte am Dienstagmittag, dass zumindest einer der Fälle so nicht stattgefunden haben könne.

Schüler hatten angegeben, dass ein Mädchen von einem Unbekannten bedrängt und in eine Toilette gedrängt wurde. Zwei Schüler wollen den Vorfall beobachtet haben. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich die Schüler den Übergriff ausgedacht haben.

Fenster lässt sich nicht öffnen

In einem weiteren Fall soll sich ein maskierter Mann über ein Toilettenfenster Zutritt verschafft haben. Das Fenster lasse sich dort jedoch gar nicht öffnen, sagte Sprecher Thomas Neuendorf. Ob es überhaupt Vorfälle in der Schule gegeben hat, werde überprüft.

Zumindest im Umfeld der Schule hat es offenbar im Mai einen Fall von Exhibitionismus gegeben. Damals entblößte sich ein Mann vor Schülern. Die Polizei ist offenbar bereits einem Tatverdächtigen auf der Spur.

Seit den angeblichen Vorfällen wird die Schule seit Montag von zwei Wachmännern geschützt. Sie bewachen das Gelände täglich in der Zeit von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Viele Eltern, deren Kinder die Sonnen-Grundschule besuchen, fordern eine Videoüberwachung am Eingang der Schule.

Schulleiterin Pocko Moukouny sagt, dass man alles tun werde, damit Kinder und Eltern sich wieder sicher fühlen. Auch mit dem zuständigen Polizeiabschnitt arbeite die Schule eng zusammen.

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