Zur Debatte um die Zukunft des alten Flughafens Tegel zeigte sich Matthias Platzeck beharrlich: „Die Tegel-Frage ist entschieden. Die Berliner Schließungsbeschlüsse gelten.“

Flughafenchef Mehdorn hatte zuvor ins Gespräch gebracht, nach einer Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens auch 2018 noch einen Flugbetrieb in Tegel aufrechtzuerhalten.

Berliner Beschlüssen zufolge muss Tegel ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme des neuen Flughafens schließen. „Ich kenne auch bei den Airlines niemanden, der einen Parallelbetrieb zweier Flughäfen für vernünftig hielte“, sagte der Aufsichtsratschef der Zeitung. Noch ist unklar, wann der neue Hauptstadtflughafen nach mehrmaliger Verschiebung eines Eröffnungstermins in Betrieb gehen soll.

Platzeck will bis Jahresende Streit um Nachtruhe beenden

Flughafen-Aufsichtsratschef Platzeck will bei den Mitgesellschaftern – dem Bund und dem Land Berlin – weiterhin mehr Nachtruhe erstreiten. Er erklärte der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“: „Wir haben erste Gespräche geführt, die nächsten Treffen sind vereinbart“ (Donnerstag).

Hintergrund ist ein Volksbegehren in Brandenburg, das der Landtag Ende Februar mit großer Mehrheit angenommen hat. Die Initiatoren streben ein Flugverbot von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr an. Bisher soll ein Verbot von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr gelten.

Berlin und der Bund sowie Flughafenchef Hartmut Mehdorn sind gegen eine Ausweitung. Platzeck ist für „mehr Nachtruhe“. Der Aufsichtsratschef will zügig eine Lösung. „Das Ergebnis können die betroffenen Bürger dann bei der Landtagswahl im Herbst 2014 berücksichtigen.“

dpa/anni