Der Berliner Handball-Bundesligist unterlag am Dienstagabend beim HSV Hamburg mit 25:28 (14:15). Dadurch verringerte sich der Abstand zwischen den Berlinern auf Rang vier und Hamburg auf Platz fünf auf einen Zähler. Rang vier berechtigt zur Teilnahme am Einladungsturnier für die Champions League.

Eine Schrecksekunde gab es wenige Sekunden vor dem Ende der Partie, als der Berliner Ivan Nincevic nach einem Zusammenprall regungslos auf dem Boden liegen blieb. Es vergingen einige bange Minuten, bis Nincevic bei Bewusstsein auf einer Trage die Halle verließ. Beide Mannschaften ließen daraufhin die Uhr ablaufen.

Mit Jochbruch ins Krankenhaus

Der Linksaußen musste mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden. "Er ist wieder ansprechbar und bei Bewusstsein. Das ist das Wichtigste", sagte Füchse-Manager Bob Hanning. Für das Foul erhielt der Hamburger Torsten Jansen die Rote Karte. Unschön war die Reaktion einer Hamburger Fans, die dem Kroaten Schauspielerei unterstellten.

Der HSV revanchierte sich mit diesem Erfolg für das deutliche 27:37 im Hinspiel. Die Berliner hatten in Torwart Silvio Heinevetter einen starken Rückhalt, lagen nach 14 Minuten dennoch mit 4:8 zurück. Die aggressive HSV-Abwehr zwang die Berliner vor 9145 Zuschauern zu etlichen Fehlern. Doch dann kamen die Hamburger aus dem Tritt und die Füchse drehten auf. Binnen elf Minuten zogen die Gäste auf 12:10 davon.

Nach der Pause blieb die Partie lange Zeit ausgeglichen. Es waren die Füchse, die sich dann ein wenig absetzen konnten. Doch die 24:22-Führung nach 50 Minuten sollte am Ende zu wenig sein, da die Hamburger nun fünf Tore in Folge erzielen konnten. Dabei bekamen die Hausherren Füchse-Spielmacher Bartlomiej Jaszka (8 Tore) im gesamten Spiel kaum in den Griff.

BM