Erstmals in der Geschichte des 169 Jahre alten Berliner Zoos sowie des 1955 gegründeten Tierparks haben die Mitarbeiter sich entschlossen zu streiken.

Wie die Gewerkschaft Ver.di am Donnerstagabend mitteilte, haben sich ihre Mitglieder bei einer Versammlung mit Mehrheit für die Aufnahme von Streikmaßnahmen entschieden. Damit soll ein verbesserter Lohn durchgesetzt werden.

„Die Ver.di-Mitglieder waren sich einig, da die Zooführung bisher kein verbessertes Angebot vorgelegt hat, dass nunmehr Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet und durchführt werden müssen“, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Jürgen Stahl. „Unsere Mitglieder haben es sich nicht leicht gemacht, sehen aber keinen anderen Weg.“

Gestreikt werden soll laut Stahl noch in diesem Monat – der genaue Termin ist aber noch geheim. „Wir werden nuanciert anfangen und natürlich keine Tiere auf der Strecke lassen“, sagte Stahl.

Die Gewerkschaft fordert 6,7 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Tierpark- und Zooführung hatte ihren 439 Beschäftigten eine Erhöhung des Entgeltes von jeweils 1,5 Prozent für 2013 und 2014 angeboten.

Die kaufmännische Leiterin von Zoo und Tierpark, Gabriele Thöne, hatte nach der dritten Verhandlungsrunde gesagt, das Angebot entspreche den gegenwärtigen Möglichkeiten des Unternehmens. In Anbetracht witterungsbedingter Umsatzausfälle und gesunkener Zuschüsse für den Tierpark müsse zunächst der Erhalt der Arbeitsplätze im Mittelpunkt stehen.

cbr/dpa