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Was Sie mit Berlin-Besuchern zu Pfingsten unternehmen können

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Foto: picture alliance

Wohin mit Freunden und Bekannten, die auf Kurzbesuch nach Berlin kommen? Es gibt genügend Sehenswürdigkeiten abseits der üblichen Orte. Die Berliner Morgenpost mit einer Auswahl.

Treptow - Relaxen und Baden in der Spree

Rund 400 Kilometer ist die Spree lang. Auf etwa einem Zehntel ihres Weges, also 44 Kilometern, fließt sie durch Berlin. Mit dem Dampfer kann man diese Wasserstraße befahren und so die Innenstadt auf eine ganz besondere Art erleben. Oder man badet in der Spree. Genauer gesagt, in einem umgebauten Lastkahn, der seit neun Jahren als schwimmender 20-Meter-Pool fungiert. Zu diesem Badeschiff gehören Liegedecks, Liegestühle, Sandstrand und eine Open-Air-Bar. Wegen seiner Tiefe von gut zwei Metern ist der Pool nur für Schwimmer zugelassen.

Arena Badeschiff, Eichenstr. 3, Treptow, S8, 85, 9, 41, 42 Treptower Park, U1 Schlesisches Tor, tägl. ab 8 Uhr, 5 Euro, erm. 2 Euro, Kinder 6–12 J. 2 Euro, Kinder unter 6 J. Eintritt frei, Tel. (030) 533 20 30, www.arena-berlin.de

Kreuzberg - Feine Kost in der alten Markthalle

Einige alte Berliner Markthallen sind zu neuem Leben erwacht. In Kreuzberg hat sich nun auch die 1891 erbaute Eisenbahnmarkthalle in ein Dorado für Hobbyköche und Feinschmecker verwandelt. Unter dem Namen Markthalle 9 offerieren verschiedene Markthändler in dem historischen Gebäude Produkte der Region, Feinkost und Bio-Ware. Immer donnerstags von 17 bis 22 Uhr gibt es den „Street Food Thursday“.

Markthalle 9, Eisenbahnstr. 42, Kreuzberg, U1 Görlitzer Bahnhof, Wochenmarkt Fr.+Sbd. 10–18 Uhr, Küche & Café Mo.–Do 12–16, Fr.+Sbd. 10–18 Uhr, Street Food Thursday Do. 17–22 Uhr, Tel. (030) 577 09 46 61, www.markthalleneun.de

Tempelhof - Rund um das größte Baudenkmal Europas

Das Tempelhofer Feld, der ehemalige Flughafen Tempelhof, ist ein urbaner Treffpunkt: Auf dem 240 Hektar großen Areal kann man skaten, radfahren, es gibt ein umzäuntes Hundeauslaufgebiet, Flächen zum Grillen und Picknicken. Das ehemalige, unter Denkmalschutz stehende Flughafengebäude ist eine einzigartige Attraktion. Das 300.000 Quadratmeter große Gebäude ist das viertgrößte der Welt sowie das größte Baudenkmal Europas. In zweistündigen Führungen kann man es kennenlernen.

Tempelhofer Freiheit, geführt Mo.–Do. 16 Uhr, Fr. 13 u. 16 Uhr, Sbd.+So. 11 u. 14 Uhr, 12 Euro, erm. 8 Euro, Kinder 6–14 J. 6 Euro, Anmeldung erbeten, Treff: ehemaliger GAT-Bereich, Tempelhofer Damm 1–7, Tempelhof, Platz der Luftbrücke, Tel. (030) 200 03 74-41, www.tempelhoferfreiheit.de

Neukölln - Die Bustour, bei der es viel zu lachen gibt

Dass Neukölln auch seine komischen Seiten hat, erfährt man auf einer ungewöhnlichen Stadtrundfahrt. Tourguide ist Ades Zabel alias Edith Schröder. In seiner Rolle als Stadtführerin wird der Schauspieler und Travestiekünstler zur 52-jährigen Hausfrau aus Neukölln, die ihren Kiez natürlich in- und auswendig kennt. Wenn Edith Schröder wegen ihres vollen Terminkalenders keine Zeit hat, springen andere Comedians ein.

„Neukölln classic“ im ComedyBus, Treff: Motzstraße/Kleiststraße, Schöneberg, U1, 2, 3, 4 Nollendorfplatz, Termine im Internet, Ticket 23 Euro, Tickets, Tel. (030) 61 10 13 13, Infos Tel. 0179 593 18 05, www.comedy-im-Bus.de

Spandau - Zünftig Grillen auf dem Wasser

Auf dem Wannsee kann man sich mit dem Dampfer umherschippern lassen oder selber zum Kapitän werden. Zum Beispiel mit einem Grill-Boot. Dieses lustige Gefährt ist kreisrund, mit orangefarbenem Sonnenschirm überspannt, ausgestattet mit einer rund laufenden Sitzbank, einem Esstisch sowie einem Holzkohle-Kugelgrill. Es bietet Platz für bis zu zehn Personen und kann stundenweise gemietet werden.

Grill-Boot, Kladower Promenadenhafen, Imchenallee, Kladow, Bus X34 Neukladower Allee, 35–55 Euro/Std., Tel. 0176 99 53 56 16, www.grill-boot.de

Hellersdorf - Eine museale Dreiraumwohnung in der Platte

Das ging schnell. In nur 18 Stunden wurde in der DDR eine Dreiraumwohnung errichtet. Ein solches Beispiel der Wohnungsbauserie (WBS) 70, das in den 80er-Jahren zigfach in Hellersdorf gebaut wurde, ist heute ein Museum. Hier kann man eine Zeitreise in die einstige DDR-Wohnlichkeit unternehmen.

Museumswohnung WBS 70, Hellersdorfer Str. 179, Hellersdorf, U5 Cottbusser Platz, So. 14–16 Uhr (außer fei.) u.n.V., Eintritt frei, Tel. 0151 16 11 44 40, www.stadtundland.de

Schöneberg - Im wilden weiten Park

Ein recht unentdecktes Fleckchen Natur ist dieser ehemalige Rangierbahnhof, den sich Fauna und Flora über ein halbes Jahrhundert hinweg zurückerobert haben. Das Biotop wurde zum Naherholungsgebiet mit Industriecharakter. Wochenends hat das Café Paresüd geöffnet (11–18 Uhr). Es finden vogelkundliche Führungen statt und an ausgewählten Tagen ist das Stück „Fräulein Brehms Tierleben“ zu sehen (Sbd.+So. 14 u. 16 Uhr, 12,50 Euro, erm. 6 Euro).

Natur-Park Südgelände, am S-Bahnhof Priesterweg, Prellerweg 47, Schöneberg, S2, 25 Priesterweg, tägl. 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Eintritt 1 Euro, www.gruen-berlin.de

Prenzlauer Berg - Kulturtreff an der Mauer

Auf dem ehemaligen Todesstreifen zwischen West- und Ost-Berlin, zwischen Wedding und Prenzlauer Berg, ist ein Mikrokosmos entstanden. Im Stadtpark amüsiert sich ein bunter Mix aus vor allem jungen Berlinern, die diese Oase inmitten der Großstadt genießen. Hier trifft man sich zum Basketball und Boulespiel. Sonntags (8–18 Uhr) kann man auf dem Flohmarkt stöbern und um die Ecke Cafés besuchen.

Mauerpark, Eberswalder Straße, Schwedter Straße, Prenzlauer Berg/Wedding, U2 Eberswalder Str., rund um die Uhr zugänglich, www.mauerpark.info

Friedrichshain - Computer als Museumsattraktion

Wie lockt man Kinder ins Museum? Indem man sagt, dass sich dort alles um Computer und Videospiele dreht. In Friedrichshain ist eine Zeitreise zu den Anfängen der digitalen und virtuellen Welten möglich. Am Eingang werden Besucher von Laura Croft begrüßt. Unter den 300 Exponaten gibt es auch einen großen Joy-Stick, mit dem jeder, der möchte, PacMan spielen kann.

Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a, Friedrichshain, U5 Weberwiese, Mi.–Mo. 10–20 Uhr, Eintritt 8, erm. 5 Euro, Tel. (030) 60 98 85 77, www.computerspielemuseum.de

Mitte - Kulinarische Entdeckungstour

Beim Spaziergang „So schmeckt Berlin“ gehört Einkehren zum Programm. „Wir erkunden fünf bis sechs unterschiedliche Stationen“, sagt „art:berlin“-Chefin Elke Melkus über den zweieinhalbstündigen Rundgang durch Mitte. Da gibt es eine Menge zu erleben. Man kostet etwa im orientalischen Imbiss Vorspeisen, im Café gibt es Kekse aus grünem Tee, in einer Bäckerei schaut man beim Brotbacken zu. Dazu gibt es Kiezgeschichten. „Am Ende ist man satt“, verspricht Elke Melkus.

Kulinarischer Rundgang in Mitte, „So schmeckt Berlin“ von art:berlin, jeden Sbd. 11 Uhr, Treff: Rosenthaler Platz, U8 Rosenthaler Platz, 29 Euro, mit Anmeldung, Tel. (030) 28 09 63 90, www.artberlin-online.de

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( BMO )