Am heutigen Donnerstag wird das „Barbie Dreamhouse“ in Berlin eröffnet. Noch bevor sich die Türen zur rosafarbenen Traumwelt mit den vielen Barbies, der Pferdefigur und anderen Accessoires öffnen, gibt es schon heftige Kritik an dieser Ausstellung. Den Mädchen werde vermittelt, dass sie vor allem schöne Konsumentinnen werden sollten, sie würden auf ein geschlechtstypisches Klischee festgelegt. Die Berliner Grünen wollen sogar dagegen protestieren – unter dem Motto „Occupy Barbie Dreamhouse“.

Ich sage dazu nur: immer mit der Ruhe. Ich habe als Kind sehr gerne und viel mit meiner Barbie, besser gesagt, meinen Barbie-Puppen gespielt. Mit Ken, der zu Barbie dazugehörte. Mit den Verwandten Tutti und Todd – das waren die kleineren Figuren, die aus Gummi (über ein Drahtgestell gezogen) bestanden und deren Glieder man toll verbiegen konnte.

Irgendwann war die rosa Phase vorbei

Meine Geschwister und ich hatten Puppenhäuser für die Barbies, sogar mein Bruder spielte mit und hatte Spaß dabei. Irgendwann war die rosa Phase vorbei. Ich wurde durch meine Barbie nicht auf eine Rolle festgelegt noch auf andere Art für die Herausforderungen unserer Welt verdorben. Meine Freundinnen, die auch mit Barbies aufgewachsen sind, sind erfolgreiche Frauen geworden – und keine dummen Konsumentinnen.

Wer Lust auf die Barbie-Welt hat, sollte sie mit seinen Kindern besuchen. Und dies auch ungestört können, denn Barbie ist wahrlich keine Bedrohung. Für niemanden.

Eltern sollten mit ihren Kindern lieber einen Ausflug auf den Bauernhof machen, findet hingegen Diana Zinkler. Denn Mädchen glauben schnell, man müsse ultradünn sein, shoppen, reiten, leben wie Barbie.