Bei der Verwicklung der Berliner Behörden in den NSU-Skandal sind nun weitere Details bekannt geworden.

Wie die „Berliner Morgenpost“ erfahren hat, geht es dabei um NSU-Akten, in denen nach nochmaliger Sichtung neue Stellen ausgemacht wurden, die auf weitere mögliche V-Leute hindeuten könnten. Dabei handelt es sich um sieben Zitate

Der Vorsitzende der Berliner CDU und Innensenator Frank Henkel wollte sich dazu im Laufe des Vormittags in einer Sitzung gegenüber Innenexperten in der Innenverwaltung erklären.

In einer Pressemitteilung hieß es: „Die als geheim eingestuften Berichte enthalten aus Berliner Sicht keine neuen Anhaltspunkte für die Aufklärung der NSU-Mordserie.“

Die Berliner Sicherheitsbehörden waren im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil sie mögliche Hinweise eines V-Mannes über das NSU-Trio nicht weitergeleitet und Akten vernichtet hatten. Später stellte sich heraus, dass der V-Mann zwischenzeitlich ein Verhältnis mit der gesuchten Beate Zschäpe gehabt hatte.

Nach Bekanntwerden des V-Mannes mit Verbindungen zum NSU-Trio war auch Innensenator Frank Henkel (CDU) stark in die Kritik geraten. Sein Haus hatte die Informationen darüber nicht an den Bundestag weitergeleitet und außerdem die Berliner Öffentlichkeit im Unklaren gelassen.

BM/jof