Einen ihnen noch gut bekannten 25-Jährigen bemerkten Polizeibeamte am Montagnachmittag. Der Mann war am Tag zuvor am U-Bahnhof Jannowitzbrücke festgenommen worden, nachdem er Betäubungsmittel verkauft hatte.
Anschließend war er für die Kriminalpolizei eingeliefert und befragt worden. Während der Vernehmung hatte der junge Mann immer wieder betont, er sei ohne festen Wohnsitz. Umso erstaunter reagierten die Polizeibeamten, als er gestern gegen 17 Uhr plötzlich einen Schlüssel aus der Tasche zog, damit ein Wohnhaus in der Mühlenstraße in Pankow aufschloss und betrat.
Die Polizisten sprachen ihn daraufhin noch im Hausflur an, ließen die Wohnungstür durch den 25-Jährigen mit dem Wohnungsschlüssel öffnen und betraten die Räume. In der Wohnung trafen die Beamten auf zwei 26-Jährige, die gerade Drogen konsumierten.
Mit Rauschgifthunden finden die Beamten Drogen
Der eigentliche Wohnungsinhaber war nicht anwesend. Bei der Durchsuchung der Wohnung, für die auch zwei Rauschgiftsuchhunde hinzugezogen wurden, fanden die Polizeibeamten unter anderem rund 400 Ecstasypillen, 100 Gramm Amphetamine, rund 25 Gramm Cannabis, eine Feinwaage, rund 300 Euro Bargeld und diverses Zubehör zum Konsumieren von Drogen.
Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Während die beiden 26-Jährigen nach der Feststellung ihrer Personalien entlassen wurden, brachten die Beamten den 25-Jährigen wieder zurück in seine ihm bereits gut bekannte Zelle im Polizeigewahrsam.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln gegen den 25-Jährigen sowie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen die beiden 26 Jahre alten Männer dauern an.




