Gewalt

Party-Gäste und Polizei liefern sich Schlägerei in Berlin

Die Musik zu laut, Gegröle und dann auch noch ein „Hitlergruß“ - als die Polizei am Sonnabend bei einer Party eintraf, um zu schlichten, eskalierte die Situation. Es kam zu einer Massenschlägerei.

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In Berlin-Gesundbrunnen endete eine Geburtstagsfeier in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag mit einem Polizeieinsatz, bei dem fünf Polizisten von den Partygästen verletzt wurden.

Gegen 0.30 Uhr alarmierten Anwohner der Bastianstraße die Polizei, weil sie sich von lauter Musik und Gesprächen aus einer Wohnung gestört fühlten. Schon vor dem Haus konnten die Polizisten den Lärm deutlich wahrnehmen.

Nachdem die Tür der betroffenen Wohnung nach Klingeln und Klopfen geöffnet worden war, traten sofort mehrere Personen auf die Beamten zu und verhielten sich von Anfang an sehr distanzlos und aggressiv.

Die Stimmung schlug in Aggression um

Der 40 Jahre alte Gastgeber verhielt sich sehr unkooperativ und weigerte sich, seine rund 80 Gäste aufzufordern, sich leiser zu verhalten. Die Polizeibeamten entschieden sich daraufhin, die Feier zu beenden, sprachen die Gäste einzeln an und forderten sie auf, die Wohnung zu verlassen.

Ein Großteil der Angesprochenen kam dieser Aufforderung zögerlich nach. Bei den anderen Gästen, die teilweise stark alkoholisiert waren, schlug die Stimmung in Aggression um, die darin gipfelte, dass mehrere Männer die eingesetzten Beamten körperlich attackierten. Die Polizisten mussten Pfefferspray und ihre Rettungsmehrzweckstöcke einsetzen.

Fünf niedergeprügelte Polizisten und ein „Hitlergruß“

Erst durch weitere zur Unterstützung herbeigerufene Polizisten konnte die Situation schließlich beruhigt werden. Fünf Beamte erlitten Verletzungen und mussten für diese Nacht ihren Dienst beenden.

Drei Männer im Alter von 38, 51 und 53 Jahren, die sich bei der körperlichen Auseinandersetzung besonders hervorgetan hatten, erlitten leichte Verletzungen und mussten vor Ort von Rettungskräften der Feuerwehr behandelt werden.

Eine 33-Jährige zeigte den Polizeibeamten den „Hitlergruß“, so dass die Beamten neben Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte auch eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schrieben.