Eine fünffache Mutter, die ihre dreijährige Tochter brutal misshandelt haben soll, hat die Taten vor dem Berliner Landgericht bestritten. Weitere Angaben verweigerte die 27-Jährige am Montag. Durch das Martyrium sind bei dem Kind laut Anklage Folgeschäden zu befürchten.

Die Angeklagte soll das Mädchen Anfang des Jahres vermutlich durch Schläge und Tritte verletzt haben. Ärzte stellten einen Armbruch, eine Platzwunde am Hinterkopf, zahlreiche Blutergüsse, Striemen und einen Nabelbruch fest. Vier Zähne fehlten.

Mutter alarmierte die Feuerwehr

Erst als das Mädchen nicht mehr ansprechbar war, soll die 27-Jährige die Feuerwehr alarmiert haben. Die Mutter der Angeklagten sagte im Prozess: „Ich schließe meine Tochter als Täterin aus“. Die Tochter wolle nur den Vater des Kindes decken, behauptete die Zeugin. Die Kinder leben jetzt bei der Großmutter.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte die Angeklagte in einer früheren Vernehmung erklärt, das kleine Mädchen sei gestürzt.

dpa/ap