Einen Tag nach einer Massenschlägerei mit fünf Schwerverletzten vor der Autozulassungsstelle an der Jüterboger in Berlin-Kreuzberg sind die Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß.
Die Ermittlungen der Mordkommission wegen des Verdachts einer versuchten Tötung gehen aber weiter, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die drei Männer im Alter von 17, 20 und 25 Jahren waren nach einer Schlägerei mit Schlagutensilien und Messern festgenommen worden.
Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung mit fünf Schwerverletzten im Alter von 18 bis 51 Jahren soll ein Familienstreit sein. Bis zu 20 Menschen seien daran beteiligt gewesen. Bereits in der Vergangenheit waren die Gruppen nach Behördenangaben öfters aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung habe nichts mit der Zulassungsstelle oder der Umgebung zu tun.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte in dem Zusammenhang mehrere aktuelle Analysen zu den Gefahren in verschiedenen Berliner Behörden. Dazu zähle neben den Kfz-Zulassungsstellen auch die Ausländerbehörde sowie die Bürgerämter in den Bezirken, wie die GdP mitteilte. Dies solle Basis für neue Sicherheitskonzepte sein. „Der Senat ist es seinen Beschäftigten schuldig, ihnen einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten und zu gewährleisten“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzender Michael Purper.
dpa/sei


