„Spitzenreiter“ war nach Polizeiangaben ein 26-Jähriger in Schöneberg. Er wurde nachts gegen 3.20 Uhr auf der Kleiststraße bei erlaubten 50 km/h mit 110 Stundenkilometern unterwegs. Ihn erwarten nun neben einem Bußgeld in Höhe von mindestens 280 Euro ein zweimonatiges Fahrverbot und vier Punkte im Verkehrszentralregister.

Außerdem müssen noch 58 weitere Schnellfahrer mit einem teils mehrmonatigen Fahrverbot rechnen, weil sie die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten um mindestens 31 km/h überschritten hatten. Hintergrund der Aktion ist die enorme Steigerungsrate bei Unfällen durch nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit.

Neben den Temposünden wurden zudem 244 andere Verkehrsverstöße festgestellt. Dabei wurden zwölf Kraftfahrzeugführer angetroffen, die nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis sind, und neun weitere, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen standen.

Berliner Polizei mit „Operation Speed“ zufrieden

Die Polizei hatte am Dienstag 24 Stunden lang ihre gesamte Messtechnik eingesetzt. Ziel der „Operation Speed“ war es, die Berliner für die Gefährlichkeit zu schnellen Fahrens zu sensibilisieren. Vor diesem Hintergrund war die Aktion offensiv angekündigt und sämtliche Kontrollstrecken im Vorfeld veröffentlicht worden.

Dieses Ziel scheint nach Angaben der Polizei tatsächlich erreicht worden zu sein. Abzuwarten bleibe jedoch, wie sich die künftig verhalten, heißt es.

Insgesamt sei am Dienstag stadtweit den ganzen Tag über „ein deutlich niedrigeres und damit sichereres Geschwindigkeitsverhalten“ wahrnehmbar gewesen. Autofahrer, die sich in den Kontrollen für ihre zu schnelle Fahrweise verantworten mussten, hätten sich „überwiegend Verständnis“ für die Maßnahmen und sich einsichtig gezeigt.

Schnellfahrer müssen weiterhin grundsätzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit und überall im Stadtgebiet mit Kontrollen rechnen. Denn die Berliner Polizei führt nach eigenen Angaben täglich rund 50 mobile Radar- und Laserkontrollen durch - auch ohne Bekanntgabe von Ort und Zeit.

Brandenburger Polizei ertappt 3600 Temposünder

Die Brandenburger Polizei hat bei ihrer großen Kontrollaktion am Dienstag knapp 3600 Temposünder erwischt.

Einen der schnellsten Raser stoppte eine Videowagenbesatzung auf der Autobahn 24. Der Sportwagenfahrer wurde mit 199 bei erlaubten 130 Stundenkilometern geblitzt. Dafür wurde er mit einem zweimonatigen Fahrverbot, 500 Euro Bußgeld sowie mehreren Punkten in Flensburg belegt.

An 50 Kontrollpunkten waren mehr als 200 Beamte im Einsatz.