Im Protestcamp von Flüchtlingen in Berlin-Kreuzberg sind zwei Männer aufeinander losgegangen. Sie erlitten bei der Prügelei leichte Verletzungen. Warum die beiden 20 und 23 Jahre alten Männer, die in dem Flüchtlingszelt am Oranienplatz dort wohnen, am Donnerstagabend in Streit gerieten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Einer der Männer ließ sich anschließend im Krankenhaus ambulant behandeln. Der andere lehnte eine Behandlung ab.

Ein Zeuge, der sich bei Beginn der Auseinandersetzung auch in dem Zelt befand, hatte eine in der Nähe entlangfahrende Gruppenstreife der Polizei herangerufen. Die Beamten griffen ein und wollten unter anderem die Identität der Männer klären. Diese versuchten aber, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Einer spuckte nach Angaben der Polizei zwei Beamten ins Gesicht.

Auch einige andere Bewohner des Flüchtlingscamps machten deutlich, dass ihnen der Polizeieinsatz nicht passte. Nach Angaben der Polizei erschienen dann noch rund zehn weitere Personen, die sich als Rechtsanwälte und Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten und als verantwortlich für das Camp vorstellten. Die Polizisten erläuterten ihnen ihr Eingreifen.

Am Oranienplatz in Kreuzberg gibt es seit vergangenen Oktober ein Protestcamp. Die Asylbewerber fordern unter anderem eine schnellere Arbeitserlaubnis sowie die Abschaffung der Residenzpflicht.