13 Jahre nach der Tat

Russland liefert mutmaßlichen Mörder an Berlin aus

Im Juni 2000 soll ein Weißrusse in Berlin-Schöneberg einen Mann erschlagen haben. Danach war er untergetaucht. Nun soll ihm dreizehn Jahre nach der Tat der Prozess gemacht werden.

Dreizehn Jahre nach einem Mord in Berlin ist der mutmaßliche Täter aus Russland ausgeliefert worden. Nach ihm war zuvor europaweit gefahndet worden.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch mitteilte, wird dem 49-jährigen Mann aus Weißrussland vorgeworfen, am 26. Juli 2000 einen ukrainischen Geschäftsmann in Berlin-Schöneberg getötet zu haben.

Der mutmaßliche Täter habe das Opfer, einen Autohändler, in einer Wohnung an der Ansbacher Straße gefesselt, erschlagen und die Wertsachen des Mannes gestohlen. Als Motiv für die Tat wird Habgier angenommen.

Nach der Auslieferung aus Russland war der Mann bereits am vergangenen Freitag in Berlin eingetroffen. Er solle sobald wie möglich angeklagt werden, erklärte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft.

Die russischen Behörden hatten den Mann bereits im Mai 2012 festgenommen. Wo er die Jahre nach der Tat verbrachte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.