Nach einem Racheakt wegen eines versagten Schlafplatzes im Auto seiner Bekannten muss ein Rentner sieben Jahren in Haft. Der 67-Jährige habe die Insassen wegen seiner Demütigung töten wollen, urteilte das Berliner Landgericht am Montag.

Der Mann hatte das Auto seiner darin schlafenden Bekannten in der Nacht zum 29. September 2012 in Brand gesetzt. Er hatte einen Karton mit brennendem Papier unter den Tank des Fahrzeugs gestellt. Die Männer im Alter von 22 und 31 Jahren konnten sich unverletzt retten. Ihr Fahrzeug ging in Flammen auf.

Männer wollten Rentner in Steglitz in die Büsche jagen

Im Prozess hatte der 67-Jährige erklärt: „Ich wollte den beiden Schurken nur Angst einjagen“. Die Richter werteten dies aber als Schutzbehauptung. Vor der Polizei hatte der Mann gestanden, dass er die beiden verbrennen wollte. Mit den Worten „Geh doch in die Büsche!“ hätten sie ihn mitten in der Nacht aus dem in Berlin-Steglitz geparkten Auto verjagt und selber dort geschlafen.

Wegen der starken Alkoholisierung und einer Persönlichkeitsstörung des Rentners gingen die Richter von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Der 67-Jährige war erst kurz vor den Taten nach Berlin gekommen und hatte die Männer kennengelernt.

dpa/oje