Im Rahmen einer stadtweiten Schwerpunktaktion zur Überwachung der Gurtpflicht und der verbotenen Handynutzung im Straßenverkehr hat die Polizei Berlin über 5000 Verstöße geahndet. Wie bereits berichtet, kontrollierten die Beamten vom 11. bis 17. März 2013 die Verkehrsteilnehmer in der ganzen Stadt zu unterschiedlichen Tageszeiten.

Dabei überprüften die Polizisten überwiegend in den Morgenstunden die ordnungsgemäße Nutzung von Kindersitzen beispielsweise vor Grundschulen und Kindertagesstätten. Bei erkannten Verstößen klärten Verkehrssicherheitsberater die Eltern und Verantwortlichen auf und wiesen sie auf die Gefahren ihrer Versäumnisse hin.

Kind völlig ungesichert auf Sofa im Laderaum

Trotz Ankündigung der Schwerpunktaktion stellten die Polizisten innerhalb einer Woche im Rahmen von 549 stationären Verkehrskontrollen und einer Vielzahl von - teils zivilen - Kontrollstreifen insgesamt 2.704 Fahrzeuginsassen fest, die den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten. In 99 Fällen fuhren Kinder ohne vorschriftsmäßige Kindersitze mit und sogar gänzlich ungesichert.

Auf der Stadtautobahn BAB A115 wurde der Fahrer eines Kleintransporters bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit 147 km/h gemessen. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass sich ein Kind völlig ungesichert auf einem Sofa sitzend im Laderaum aufhielt.

Für dieses unverantwortliche Handeln erwartet den Fahrer nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die mindestens ein Bußgeld in Höhe von 480 Euro, vier Punkte im Verkehrszentralregister und ein dreimonatiges Fahrverbot zur Folge hat.

Darüber hinaus wurden insgesamt 2235 Verstöße wegen der verbotswidrigen Handynutzung im Straßenverkehr festgestellt, darunter waren 45 Radfahrer. Die Polizei Berlin wird auch im weiteren Jahresverlauf ein besonderes Augenmerk auf derartige Verstöße richten.

BM