Auf winterlichen Straßen und Autobahnen hat es am Dienstag in Brandenburg zahlreiche Unfälle gegeben. Dabei kam eine 18 Jahre alte Radfahrerin in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ums Leben, wie die Polizei in Potsdam mitteilte.
Die junge Frau hatte beim Linksabbiegen das Gleichgewicht verloren, als sie vorschriftsgemäß mit der Hand die Fahrtrichtung anzeigte. Ein Auto fuhr sie an, die junge Radfahrerin starb an der Unfallstelle.
Von Mitternacht bis 16 Uhr gab es in Brandenburg laut Polizei 122 Unfälle. Mindestens 16 davon waren auf Glätte zurückzuführen, hieß es. „Die meisten Menschen haben sich inzwischen aber auf die Witterung eingestellt und fahren vorsichtiger“, sagte eine Sprecherin.
Ruhige Lage in Berlin
In Berlin sprachen Feuerwehr und Polizei von keiner Häufung von Unfällen, obwohl vor allem die Nebenstraßen sehr glatt sind. Etwa 50 Mal musste die Feuerwehr in der Hauptstadt am Montag ausrücken, um Schneemassen von den Dächern zu entfernen.
Schienenbruch am Potsdamer Platz
Schnee und Eis setzten der Berliner S-Bahn auch am Dienstagmorgen zu. Ein Schienenbruch am Potsdamer Platz führt nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH zu Verspätungen und Zugausfällen auf den Nord-Süd-Linien S1, S2 und S25. Das gebrochene Schienenstück wurde provisorisch gesichert und sollte während der Betriebspause in der Nacht zum Mittwoch ausgetauscht werden, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Der regionale Bahnverkehr lief hingegen am Dienstag nach Beobachtungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg ohne größere Störungen.
Berlin-Tegel bekam es mit den Auswirkungen des Stillstands am Frankfurter Flughafen zu tun. Deutschlands größter Airport war nach heftigen Schneefällen geschlossen worden. Deshalb ging auch vom Flughafen Tegel zunächst keine Maschine mehr nach Frankfurt/Main. Wegen des Winterwetters wurden auch einzelne Flüge nach Paris gestrichen, wie Flughafensprecher Lars Wagner mitteilte. Wie viele Reisende in Tegel betroffen waren, konnte er nicht sagen.
Streusalz muss nachbestellt werden
Der neuerliche Wintereinbruch hat auch Folgen für die Autobahnmeistereien. So hat die Autobahnmeisterei Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) mit 2000 Tonnen bereits fast doppelt so viel Streusalz wie im Winter 2011/12 verbraucht und musste 200 Tonnen nachbestellen. Sie ist für 80 Kilometer der A24 und 13 Kilometer der A19 zuständig.
Bei anhaltendem Frost und teils auch Schneefällen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter vor glatten Straßen. Die Räumfahrzeuge sind in der gesamten Region im Einsatz. In der Nacht zum Mittwoch gibt es laut Meteorologin Eva Wille strengen Frost, im Norden sind bis minus 14 Grad möglich.
Auch die kommenden Tage bleibt es winterlich. Normalwerte für März zwischen 5 und 10 Grad erwartet Wille erst ab Anfang nächster Woche. „Aber auch dann bleiben die Nächste noch frostig“, sagte sie.
dpa/mim





