Unter 25 Hinweisen im Fall der Verstümmelung einer 37-jährigen Iranerin in Berlin-Schöneberg hat die Polizei auch einige erhalten, die zum mutmaßlichen Täter führen könnten. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag. Seit Freitag wird auch mit Fahndungsfotos nach dem mutmaßlichen Täter gesucht. Der Mann soll seine Lebensgefährtin Ende Oktober in der gemeinsamen Wohnung grausam verstümmelt haben.

Den Beamten bot sich ein schreckliches Bild. „Auch für Profis war das kein alltäglicher Einsatz“, hieß es. Ein Notarzt versorgte die Wunden der blutüberströmten Frau noch vor Ort. Sie wurde ins Virchow-Klinikum gebracht. Dort musste sie wegen ihrer lebensgefährlichen Verletzungen notoperiert werden. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.

Der Täter gilt als äußerst gewalttätig

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der als äußerst gewalttätig geltende 45-Jährige die Frau töten wollte. Der Mann ist irakisch-iranischer Herkunft und hat die niederländische Staatsangehörigkeit.

Der Fall erinnert in seiner Grausamkeit an das Familiendrama am 4. Juni 2012 in Kreuzberg. In der Köthener Straße hatte ein 32-Jähriger seiner Frau den Kopf sowie eine Brust abgeschnitten und in den Innenhof geworfen. Die Kinder waren in einem Nebenzimmer. Der Tatverdächtige kommt nächsten Dienstag vor Gericht. Wegen seiner psychischen Erkrankung gilt er als schuldunfähig.

dpa/nbo