Nach dem grausamen Angriff auf eine 36-Jährige in Berlin-Schöneberg fehlt von dem Täter immer noch jede Spur.
Wegen der Brisanz des Falles wolle die Mordkommission zunächst keine näheren Angaben zu dem Flüchtigen machen, hieß es am Donnerstag bei der Polizei. Der Mann hatte seiner Lebensgefährtin am Dienstag in der gemeinsamen Wohnung an der Langenscheidtstraße lebensgefährliche Schnittverletzungen zugefügt. Er soll sie im Gesicht, am Oberkörper und am Unterleib verletzt haben.
Laut Polizei war zur Tatzeit auch ein Kind in der Wohnung. Das Mädchen soll die Tat zumindest mit angehört haben. Zum Schutz des Kindes wollte sich ein Polizeisprecher aber auch am Donnerstag nicht zu weiteren Details der Tat äußern. Die Kleine sei in Sicherheit, hieß es lediglich.
Inzwischen ist die Mutter außer Lebensgefahr.
Auch für Profis kein alltäglicher Einsatz
Den Beamten bot sich ein schreckliches Bild. „Auch für Profis war das kein alltäglicher Einsatz“, hieß es am Donnerstag bei der Feuerwehr, die am Dienstag um 17.48 Uhr von der Polizei zum Tatort gerufen wurde. Ein Notarzt versorgte die Wunden der blutüberströmten Frau noch vor Ort. Sie wurde ins Virchow-Klinikum gebracht. Dort musste sie wegen ihrer lebensgefährlichen Verletzungen notoperiert werden.
Die Hintergründe für die Tat liegen weiter völlig im Dunkeln. Die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes übernommen.
Der Fall erinnert in seiner Grausamkeit an das Familiendrama am 4. Juni 2012 in Kreuzberg. In der Köthener Straße hatte ein 32-Jähriger seiner Frau den Kopf sowie eine Brust abgeschnitten und in den Innenhof geworfen. Die Kinder waren in einem Nebenzimmer. Der Tatverdächtige kommt nächsten Dienstag vor Gericht. Wegen seiner psychischen Erkrankung gilt er als schuldunfähig.
dpa/sei





