Ländervergleich

Berlins Grundschüler können schlecht lesen und rechnen

Mit Hamburg und Bremen bildet Berlin das Schlusslicht beim Vergleich der Grundschulleistungen aller 16 Bundesländer.

Foto: Frank Leonhardt / dpa

Bayerns Grundschüler können bundesweit am besten lesen und rechnen. Dies zeigt Medieninformationen der neue Grundschulleistungsvergleich aller 16 Bundesländer. Er soll von der Kultusministerkonferenz (KMK) an diesem Freitag in Berlin offiziell vorgestellt werden.

Die weiteren Spitzenplätze beim Lesen belegen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Mathematik sind neben Bayern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg ganz vorn.

Schlusslichter in beiden Disziplinen bilden die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

Für diesen ersten rein innerdeutschen Grundschulleistungsvergleich wurden im vergangenen Jahr mehr als 30 000 Viertklässler an über 1300 Grund- und Förderschulen getestet. Abgefragt wurden Kenntnisse im Lesen, in der Orthografie und der Mathematik.

Anders als bei den internationalen Schulleistungsstudien PISA, IGLU und TIMSS wurden die Testaufgaben für den nationalen Vergleich allein aus den von den Kultusministern verabredeten deutschen Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll.

Zugleich geht es bei dem Bundesländervergleich auch darum, wie es um die Integration von Grundschülern mit Migrationshintergrund bestellt ist. Der Test soll zudem zeigen, wie weit Chancengleichheit für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern besteht.