Großeinsatz beendet

US-Konsulat geräumt - drei Frauen zur Beobachtung in Klinik

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Die Polizei gibt nach der Räumung des US-Konsulats in Berlin Entwarnung. Es konnte keine gefährliche Substanz gefunden werden.

+++ 15.07 Uhr +++

Eine Polizeisprecherin sagt am Donnerstagnachmittag nach Ende des Großeinsatz: „Es wurde keine Gefahr festgestellt, darum wurde das Gebäude wieder freigegeben.“

+++ 14.55 Uhr +++

Bei dem Einsatz am Konsulat handelte es sich vermutlich um einen Fehlalarm. Die Polizei hat den Pass und den Raum untersucht, in dem die drei Mitarbeiterinnen über Atemprobleme geklagt hatten, und keine gefährliche Substanz feststellen können.

Die Frauen sind dennoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden. Das Konsulat hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Der Mann, der den albanischen Pass abgegeben hatte, ist 38 Jahre alt. Gegen ihn wird derzeit nicht ermittelt.

+++ 14.00 Uhr +++

Die Mitarbeiter der Visastelle des US-Konsulats kehren in das Gebäude zurück. Der Einsatz ist offiziell beendet.

+++ 13.57 Uhr +++

Der Frau und den beiden weiteren Personen, die über Atembeschwerden geklagt haben, soll es nach Feuerwehrangaben schon wesentlich besser gehen. Sie wurden von einem Notarzt untersucht. Ein Amtsarzt soll nun entscheiden, ob sie ins Krankenhaus gebracht werden.

+++ 13.55 Uhr +++

Der Einsatz der Feuerwehr ist offenbar beendet. Die Männer krempeln ihre Schutzanzüge herunter und rollen ihre Schläuche ein.

+++ 13.49 Uhr +++

Nach Polizeiangaben soll der Tatverdächtige einen albanischen Pass vorgezeigt haben. Der Mann sowie weitere wartende Personen befinden sich noch immer im Konsulat. „So lange die Amerikaner uns nicht darum bitten, kann die Berliner Polizei den Bereich nicht betreten“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Die Polizei soll allerdings den Pass auf eine gefährliche Substanz untersuchen. Dazu rückten Kriminaltechniker an. Zwei weitere Mitarbeiter des Konsulats klagten über Atembeschwerden. Die Mitarbeiterin, die den Pass entgegengenommen hatte, berichtete nach Polizeiangaben von Atemproblemen und einem metallischen Geschmack im Mund.

+++13.05 Uhr +++

Die Ermittler überprüfen den Vorfall auch im Zusammenhang mit den gewalttätigen Übergriffen in Libyen und Ägypten. Dort war es in dieser Woche zu heftigen Protesten wegen eines US-Films gekommen, der den Propheten Mohammed verunglimpft. Unter anderem kam der US-Botschafter in Libyen ums Leben.

+++ 11 Uhr +++

Gegen 11 Uhr habe ein Mann in der Visa-Stelle seinen Pass vorgelegt, sagte ein Polizeisprecher Morgenpost Online. Daraufhin sei einer Mitarbeiterin plötzlich schlecht geworden. Mehrere Mitarbeiter klagten über Atemwegsbeschwerden. Die Feuerwehr sprach von einer ominösen Substanz. Ursprünglich hieß es in Sicherheitskreisen, dass eine verdächtige Sendung im Konsulat eingegangen war. Das Konsulat in der Clayallee wurde vorsorglich abgesperrt. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchen die Räume. Neben der Polizei ist die Feuerwehr mit 50 Einsatzkräften, einem Notarzt und vier Rettungswagen vor Ort. Eine Person musste wegen der Atemwegsprobleme medizinisch versorgt werden. Ein Amtsarzt sollte sich um sie kümmern.

Das US-Konsulat in Berlin-Dahlem ist am Donnerstag teilweise geräumt worden, nachdem mehrere Mitarbeiterin plötzlich über Atemwegsprobleme geklagt hatten. Morgenpost Online berichtet live von der Clayallee.

( BMO )