Luftfahrtmesse

ILA rechnet auf neuem Gelände mit 200.000 Besuchern

In nur zehn Monaten ist bei Selchow das Gelände der Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung entstanden. Start ist Mitte September.

Foto: DPA

Im Gegensatz zum BER-Flughafen ist das neue Berlin ExpoCenter Airport bei Selchow pünktlich fertig geworden. In nur zehn Monaten entstanden ein Areal von 250.000 Quadratmetern Größe und sieben Hallen. Auf diesem Messegelände findet dieses Jahr die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung statt, einer der wichtigsten Luftfahrtmessen Europas.

„Wir sind dieses Mal in einer ungewöhnlich komfortablen Situation“, sagt Christopher Bach, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Da der neue Flughafen noch nicht eröffnet ist, müsste der Flugverkehr auf der Messe dieses Jahr nicht, wie sonst üblich, mit dem am Flughafen abgeklärt werden.

1240 Aussteller aus 46 Ländern

Zusammen mit der Messe Berlin organisiert der BDLI alle zwei Jahre die ILA. Bis 2020 wird die ILA mindestens auf dem neuen Veranstaltungsgelände bleiben. 43 Millionen Euro kostete das gesamte Projekt. 1240 Aussteller aus 46 Ländern haben sich angemeldet. Eine besondere Rolle kommt Polen dieses Jahr als Partnerland zu. Rund 40 polnische Aussteller sind vertreten. „Das ist für uns eine Gelegenheit, uns als modernes Industrieland zu präsentieren“, sagt Tomasz Salomon, polnischer Botschaftsrat.

„Wir rechnen mit rund 200.000 Besuchern“, sagt Wolfgang Rogall, stellvertretender Pressesprecher der Messe Berlin. „Die Hälfte davon sind Fachbesucher.“ Diese können 270 Fluggeräte bestaunen, die während der ILA auf dem Gelände landen werden. Ein Flugzeug, das bereits in Halle drei steht, ist ein echter Eurofighter der Bundeswehr. „In dieser Halle bekommen Besucher ein Bild über die Zusammenarbeit von Bund und Industrie“, sagt Stefan Hess, Leiter Raumfahrt und Verteidigung.

Ab Freitag für private Besucher geöffnet

Die Raumfahrthalle, Halle vier, stellt ein Highlight der diesjährigen ILA dar. Dort stehen Exponate zum Thema „Erdbeobachtung“. Unter anderem geht es um Klimawandel, Luftqualität und Städtewachstum. Auch die Weiterentwicklung der Trägerrakete Ariane 5 ist dort ausgestellt. Dieser ermöglicht einen unabhängigen, europäischen Zugang ins Weltall. „Wie bei der letzten ILA soll die Ausstellung auch dieses Mal den Besuchern vor Augen führen, was die Raumfahrt für eine Bedeutung für uns hat“, sagt Hess. Deshalb steht auch ein 3,5 Meter hoher Eisberg in der Ausstellungshalle. „Dieser symbolisiert das zentrale Element unserer Erde, das Wasser.“

Die ILA beginnt nächsten Dienstag und geht bis Sonntag, 16. September. Ab Freitag ist die Ausstellung auch für private Besucher geöffnet, davor ist sie ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten. Tickets kosten 55 Euro für Fachbesucher, 22 Euro für Privatbesucher pro Tag. Vor Ort gibt es genug Parkplätze, bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln stehen Shuttelbusse zur Verfügung.