Die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind eigentlich hart im Nehmen. Doch vor dem miserablen Zustand mancher Hauptstadt-Straße kapituliert selbst die robusteste Technik.
Weil die Fahrbahn so marode ist, weigert sich die BVG, ihre Busse künftig noch durch die Hildegard-Jadamowitz-Straße in Friedrichshain zu schicken. Von Montag an wird die Linie 347 über die Marchlewskistraße umgeleitet, die Haltestellen „Kadiner Str.“ und „Gubener Str.“ werden nicht mehr angefahren. „Unsere Busse setzen selbst bei 5 km/h auf der Fahrbahn auf“, teilte die BVG jetzt mit. Wiederholt sei das Bezirksamt auf notwendige Reparaturen hingewiesen worden. Doch nichts sei passiert. Zuletzt habe auch die Polizei gefordert, dass keine Fahrzeuge über 2,8 Tonnen noch durch die Straße fahren dürfen. Der BVG bleibe da gar nichts anderes übrig, als eine neue Route für ihre generell schwereren Busse zu finden.
Viele Anwohner haben das Desaster kommen sehen. „Die Straße ist seit Jahren so, da macht keiner was. Wahrscheinlich ist das viel zu teuer. Die Behörden stellen lieber mal wieder ein neues Schild auf: Zuerst wurde die Geschwindigkeit auf zehn Kilometer pro Stunde reduziert, jetzt sogar auf fünf km/h“, sagt Olaf Kennin. Früher, so erinnert sich der heute 47-Jährige, konnten die Autos noch mit Tempo 50 über die gepflasterte Straße fahren. „Doch dann ist sie irgendwann abgerutscht, und jetzt gibt es überall diese tiefen Löcher, um die die Busse mit einem großen Schlenker herumfahren müssen“, sagt Kennin.
Für die BVG ist die kaputte Straße in Friedrichshain längst kein Einzelfall mehr. Bereits seit August 2011 fährt etwa der X11 nicht mehr durch die Brümmerstraße in Dahlem. Und weil in West-Staaken der Isenburger und der Zeestower Weg wegen Schäden für Autos über 7,5 Tonnen gesperrt sind, musste im vorigen Jahr auch die Linienführung für den 237er-Bus geändert werden.
fü/mt


![Eine Anzeigetafel weist am Dienstagmorgen (22.05.2012) an der S-Bahnhaltestelle Treptower Park nach einem Kabelbrand auf Störungen im Bahnverkehr hin. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, es wurde ein Schienenersatzverkehr eingrichtet. Zur Brandursache gibt es widersprüchliche Angaben. Die Bahn sprach zeitweise von einem Anschlag, entsprechende Ansagen gab es nach Angaben von Fahrgästen auch auf den Bahnhöfen. Foto: Kay Nietfeld dpa/lbn [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ] Eine Anzeigetafel weist am Dienstagmorgen (22.05.2012) an der S-Bahnhaltestelle Treptower Park nach einem Kabelbrand auf Störungen im Bahnverkehr hin. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, es wurde ein Schienenersatzverkehr eingrichtet. Zur Brandursache gibt es widersprüchliche Angaben. Die Bahn sprach zeitweise von einem Anschlag, entsprechende Ansagen gab es nach Angaben von Fahrgästen auch auf den Bahnhöfen. Foto: Kay Nietfeld dpa/lbn [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ]](https://img.sparknews.funkemedien.de/108266836/108266836_1423548163_v16_9_1200.jpeg)

