Nach dem Absturz fünf deutscher Bergsteiger in den Schweizer Alpen hat sich die Familie der zwei verunglückten Jugendlichen aus Berlin für die öffentliche Anteilnahme bedankt. „Ein Dank insbesondere an die Medien, die in den vergangenen Tagen eine pietätvolle Zurückhaltung übten und uns damit eine Zeit der Trauer ermöglicht haben“, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Zugleich appellierte die Familie aus Reinickendorf an Medienvertreter, die Privatsphäre der Toten, ihrer Angehörigen und Freunde zu achten. „Respektieren Sie auch weiterhin unseren Wunsch nach Ruhe im Kreis von Familie und Freunden und unseren gemeinsamen und endgültigen Entschluss, uns nicht öffentlich zu äußern.“ Journalisten sollten von weiteren Recherchen, Veröffentlichungen sowie Foto- und Filmaufnahmen insbesondere während der anstehenden Trauerfeier Abstand nehmen.

Am 3. Juli waren am 4010 Meter hohen Lagginhorn im Wallis fünf Deutsche abgestürzt. Zu den Opfern zählten die Tochter (14) sowie der Sohn (19) eines Berliners. Er überlebte, da er wegen eines Schwächeanfalls unterhalb des Gipfels zurückgeblieben war. Zudem starben ein 43-Jähriger aus Waldlaubersheim in Rheinland-Pfalz und dessen Sohn (16) sowie ein 20-jähriger Mann aus Bielefeld.

Am frühen Donnerstagmorgen sind bei einem schweren Lawinenunglück am Montblanc-Massiv neun Bergsteiger getötet worden, unter ihnen mindestens drei Deutsche. Woher diese Opfer stammen, war noch unklar.

dpa/ap