Öffentliche Fahndung

Mutmaßliche Vergewaltiger stellen sich der Polizei

Foto: DPA

Die drei wegen des Verdachts der Vergewaltigung in Berlin gesuchten jungen Männer haben sich am Dienstagabend gestellt.

Drei junge Männer, nach denen wegen des Verdachts der Vergewaltigung öffentlich gefahndet wurde, haben sich der Polizei gestellt. Das sagte am Dienstagabend ein Polizeisprecher und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Das Trio wird verdächtigt, vor einem Jahr in Neukölln eine 20-jährige Frau vergewaltigt zu haben. Die Männer sollen sich dem Bericht zufolge am Abend einer Anwältin in Wilmersdorf anvertraut haben. Sie wurden danach zur Vernehmung in die Keithstrasse nach Schöneberg gebracht.

Die Polizei hatte am Montag Aufnahmen aus einer U-Bahnhof-Überwachungskamera veröffentlicht, die die Tatverdächtigen zeigten. Das Verbrechen geschah am 3. Juni vergangenen Jahres. Im U-Bahnhof Herrmannstraße hatten den Ermittlungen zufolge vier Jugendliche die Frau wiederholt bedrängt und sexuell belästigt. Schließlich sollen die Männer das Opfer auf einen nahegelegenen Spielplatz an der Silbersteinstraße gezerrt und dort vergewaltigt haben.

Andere Fahndungsmaßnahmen, wie die Sicherung von DNA-Spuren, hätten bislang nicht zum Erfolg geführt. Damit hatte am Montag ein Polizeisprecher die verzögerte Fahndung mit öffentlichen Bildern begründet. „Die Veröffentlichung von Fotos ist immer das letzte Mittel“, hieß es.