Diebstahl-Serie

Schon der dritte Geldautomat in Berlin gestohlen

Der Raub in Berlin-Charlottenburg blieb zunächst unbemerkt. Die Polizei prüft nun einen Zusammenhang zu weiteren Taten.

Eine Serie von ungewöhnlichen Diebstählen hält derzeit die Berliner Polizei in Atem: So wurde bereits zum dritten Mal innerhalb eines Monats in der Hauptstadt an einem S-Bahnhof ein Geldautomat gestohlen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Dieses Mal schlugen die Täter am S-Bahnhof Messe Nord in Charlottenburg zu. Die Kriminalpolizei überprüfe derzeit, ob ein Zusammenhang mit anderen Taten vorliege, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Auffällig sei, dass die Diebe in allen drei Fällen an S- oder U-Bahnhöfen zugeschlagen hätten.

Im aktuellen Fall blieb der Diebstahl zunächst unbemerkt. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wollten den Automaten im S-Bahnhof Messe Nord am Mittwoch mit Geld auffüllen, fanden ihn aber nicht vor.

Eine Rücksprache mit der Betreiberfirma habe ergeben, dass der Automat schon in der Nacht zuvor nicht mehr am Netz war. Bemerkt habe das jedoch niemand. Über die Höhe des gestohlenen Geldbetrages wollte die Polizei keine Angaben machen.

Bereits am Dienstag war am Alexanderplatz ein Automat gestohlen worden. Die Polizei geht bei diesem Fall davon aus, dass die Täter das Gerät mit einem Hubwagen aus dem Übergangsdeck zwischen S-Bahnhof und U-Bahnhof Alexanderplatz holten.

Mitte Mai hatte zudem eine Frau im S-Bahnhof Hohenzollerndamm beobachtet, wie zwei maskierte Männer in der Nacht einen Automaten mithilfe eines Autos stahlen.

Zwei Tage zuvor war ein ähnlicher Versuch am S- und U-Bahnhof Bundesplatz gescheitert. Dort beobachtete ein Mann, wie ein schwarzes Auto und ein weißer Kleintransporter in die Eingangshalle fuhren. Doch die Diebe wurden offenbar gestört und ließen den aus der Verankerung gerissenen Geldautomaten zurück.