In einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Berlin-Lichtenberg hat in der Nacht zu Sonntag ein Russe seinen Cousin erschlagen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest, die 2. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Aus bislang ungeklärter Ursache kam es gegen 22.30 Uhr zwischen dem 32-jährigen Bewohner Alexander B. und seinem 22 Jahre alten Cousin in den Räumen an der Delbrückstraße im Ortsteil Friedrichsfelde zu einem Streit. Die zunächst verbal geführte Auseinandersetzung gipfelte schließlich in einer handfesten Schlägerei, die schließlich eskalierte. Im späteren Verlauf schlug und trat der Ältere nach bisherigen Erkenntnissen solange auf seinen Kontrahenten ein, bis dieser sich nicht mehr rührte und wenig später starb. Erst dann ließ der 32-Jährige von ihm ab.
Von Anwohnern alarmierte Beamte nahmen den 32-jährigen Mann fest und brachten ihn zum Landeskriminalamt. Nach Angaben eines Polizeisprechers ließ sich Alexander B. festnehmen, ohne dabei Widerstand zu leisten. Die Hintergründe für die Auseinandersetzung sind allerdings immer noch unklar. Ein Ermittler sprach davon, dass der junge Mann regelrecht totgeprügelt worden sei.
Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Eine Obduktion bei der Gerichtsmedizin soll nun klären, welche Verletzungen letztlich das Leben des 22-Jährigen beendeten.
Zeugen berichten, dass die Kampfschreie bis zur 70 Meter entfernten nächsten Straßenkreuzung zu hören gewesen seien, bevor sie plötzlich verstummten. Möglicherweise spielte Alkohol eine Rolle, Blutuntersuchungen sollen dies aufklären.
Nach Informationen von Morgenpost Online handelt es sich bei dem betreuten Wohnen eigentlich um eine Einrichtung für junge Frauen, die sich in der dritten Etage zwei zusammengelegte Wohnungen mit insgesamt fünf Zimmern teilen. Anwohner berichten, dass sich in letzter Zeit vermehrt junge Männer dort aufgehalten haben. Sie sollen dort auch gewohnt haben. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang, „dass die Wohnungen offenbar nicht ausreichend genug betreut worden seien“. Es hätte bemerkt werden können, dass dort auch Männer regelmäßig verkehrten.




