Im Prozess um sexuelle Übergriffe auf drei Kinder in einer Berliner Klinik ist ein Krankenpfleger am Donnerstag zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. In der Verhandlung vor dem Berliner Landgericht hatte der 29-Jährige den Missbrauch gestanden.

Der Kinderkrankenpfleger hatte sich im Jahr 2010 auf der Kinderintensivstation der Helios-Klinik in Berlin-Buch an drei kleinen Patienten im Alter damals von sechs, acht und neun Jahren vergangen.

Die Polizei fand in der Wohnung des Pädophilen über 600 Dateien mit Kinderpornografie. Auf seinem Handy hatte er außerdem seine Übergriffe auf die Patienten gefilmt.

Die Kinder leiden zum Teil bis heute. Ein damals sechsjähriger Junge quält sich mit Alpträumen und hat panische Angst vor Krankenhäusern, hatte seine Mutter berichtet. Das Kind habe unter Waschzwang gelitten und sich die Hände gewaschen, bis es blutete.

In der Untersuchungshaft hatte sich der 29-Jährige am Unterleib verstümmelt. Er wollte sich selbst strafen, hatte er im Prozess erklärt. Er sei beschämt und bereue zutiefst. „Es gibt einfach keine Entschuldigung“, sagte der an den Rollstuhl gefesselte Mann in seinem letzten Wort.

dpa/ap