Das Arbeitsgericht in Berlin verhandelt am Dienstag über die fristlose Kündigung der zweifachen Turn-Olympiasiegerin und Berliner Chefärztin Karin Büttner-Janz.
Die weltweit anerkannte Orthopädin, die ein Patent für eine künstliche Bandscheibe hat, wendet sich mit der Klage gegen ihre Entlassung durch den Vivantes-Klinikkonzern. Nach Angaben ihres Anwalts soll der 60-Jährigen wegen einer Beziehung zu einer leitenden Vivantes-Mitarbeiterin gekündigt worden sein. Vivantes hatte dieser Darstellung widersprochen.
Die Ärztin will nach Angaben ihres Anwalts nicht selbst vor Gericht erscheinen. Die Klinik hatte betont, eine gleichgeschlechtliche Beziehung sei nicht der Anlass für die Kündigung gewesen. Grund sei eine Mail der Ärztin an den Aufsichtsrat gewesen, deren Inhalt nach Auffassung der Klinikleitung den Tatbestand der Verleumdung und üblen Nachrede erfülle.
Das Gericht will zunächst klären, ob eine gütliche Einigung möglich ist. Falls nicht, müsse ein neuer Prozesstermin festgelegt werden, hieß es.
Die Ex-Spitzensportlerin leitete die beiden orthopädischen Vivantes-Kliniken in Friedrichshain und am Urban in Kreuzberg. Bei den Olympischen Spielen in München 1972 hatte die DDR-Turnerin Gold am Stufenbarren und beim Pferdsprung geholt.
dpa/mim




