Rund 3300 Polizeibeamte waren im Einsatz, von denen nach ersten Erkenntnissen insgesamt acht leicht verletzt wurden, aber im Dienst blieben.

Insgesamt nahm die Polizei vier Personen vorübergehend fest und sprach fünf Platzverweise aus. Es wurden 20 Ermittlungsverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstand eingeleitet.

Am Mauerpark in Prenzlauer Berg feierten bis zu 2000 Menschen ausgesprochen friedlich. Für den Park galt auch diesmal wieder ein Flaschen- und Dosenverbot.

Im Viktoriapark in Kreuzberg hatten sich bis zu 600 Personen versammelt. Gegen 22.45 Uhr wurden mehrere kleine Feuer angezündet worden, die aber von den Polizeibeamten gelöscht wurden.

In der Hasenheide in Neukölln trafen sich bis zu 500 Personen und im Görlitzer Park in Kreuzberg feierten bis zu 900 Personen das "Hexenfest".

Die von 14.30 bis 22 Uhr angemeldete Kundgebung "Antikapitalistische Walpurgisnacht" an der Gerichtstraße in Mitte verlief ohne Störungen.

Bei dem angemeldeten Aufzug " Nimm was dir zusteht" zogen bis zu 3300 Personen ab 22 Uhr vom S-Bahnhof Wedding über die Müllerstraße durch den Weddinger Kiez. Bevor sich der Aufzug in Bewegung setzte wurde vereinzelt Feuerwerk und Böller von einzelnen Demonstranten gezündet.

Aus der Menge heraus wurden gegen 22.40 Uhr vereinzelt Knaller und Steine auf Polizeibeamte geworfen. Gegen 23 Uhr hatte der Anmelder die Versammlung vorzeitig am Leopoldplatz in Mitte für beendet erklärt.

Das ist die Route der 18-Uhr-Demonstration

Kurz zuvor hatte ein Randalierer einen Stein auf eine Bank an der Müllerstraße geworfen und die Eingangstür beschädigt.

Eine weitere Bankfiliale wurde gegen 2.50 Uhr an der Thomasiusstraße Ecke Alt-Moabit von zwei Vermummten angegriffen. Die beiden warfen unter lauten Rufen von antikapitalistischen Parolen Steine und einen Farbbeutel gegen die Fensterscheiben.

An der Sonnenallee in Neukölln beschädigten unbekannte Täter gegen 3 Uhr die Fassade einer Polizeiwache. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit weißer Farbe gefüllten Beuteln beworfen.

Unsere Video-Reporter haben die Walpurgisnacht dokumentiert

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