Amateurfußball

Zuschauer attackiert Trainer und Spieler mit Messer

Wieder ist ein Streit auf einem Berliner Fußballplatz eskaliert: Bei einem B-Jugend-Spiel wurden zwei Menschen verletzt.

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Erneut ist es im Berliner Amateurfußball zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Am Sonnabend wurden in Tempelhof zwei Männer am Rande eines B-Jugendspiels durch Messerstiche verletzt. Während ein 34-Jähriger noch im Krankenhaus behandelt wird, konnte ein 63-Jähriger die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Zu dem Zwischenfall war es am späten Nachmittag im Friedrich-Ebert-Stadion an der Bosestraße gekommen. Während der Begegnung der Vereine SD Croatia und Cimbria Trabzonspor waren in der zweiten Halbzeit gegen 17.30 Uhr nach Polizeiangaben zunächst einzelne Spieler der beiden Klubs in Streit geraten.

Die Auseinandersetzungen griffen auf den Zuschauerbereich über, wobei der 34 Jahre alte Trainer des gastgebenden Vereins Mario J. von einem noch unbekannten Zuschauer durch Stiche in den Oberkörper verletzt wurde. Vermutlich der gleiche Täter hatte auch einen 63 Jahre alten Angehörigen eines Croatia-Spielers mit einem Messer attackiert und leicht verletzt. Der Täter konnte flüchten.

Das Fußballspiel wurde daraufhin von dem Unparteiischen abgebrochen. Nach Informationen von Morgenpost Online soll sich der verletzte 34-Jährige inzwischen auf dem Weg der Besserung befinden. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen.

Auf Berliner Fußballplätzen und im Umfeld der Spiele kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Entweder gehen Zuschauer der konkurrierenden Vereine aufeinander los oder sie attackieren Betreuer und Trainer. Mehrfach wurden auch schon Schiedsrichter angegriffen und zum Teil verletzt.

Ende Oktober 2011 etwa gerieten sogenannte Fans in Neukölln aneinander. Nach dem Spiel TSV Rudow gegen Tennis Borussia flogen am U-Bahnhof Zwickauer Damm Steine zwischen den Anhängern. Die Polizei musste einschreiten, fünf Personen wurden verletzt, davon drei Beamte und ein Unbeteiligter.

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) ist seit Jahren bemüht, solch gewalttätigen Ausschreitungen aktiv zu begegnen. So rief der Verband Initiativen zur Gewaltprävention und Aktionen für mehr Fair-Play ins Leben.