Richtig rund lief es zuletzt für beide nicht. Die FDP kommt nicht aus dem Umfragetief, und Harald Schmidts Fernsehshow wird wegen schlechter Einschaltquoten eingestellt.
Gemeinsam könnten die liberale Partei und der Late-Night-Spaßmacher nun wieder in die Erfolgsspur kommen. Jedenfalls hat der FDP-Bezirksverband Berlin-Mitte dem Entertainer einen Aufnahmeantrag zugesandt und ihn zur Mitarbeit aufgefordert. Denn Schmidt hatte sich jüngst als künftiger FDP-Politiker dargestellt. „Wir alle sind aufgefordert, unseren Beitrag zu leisten, damit es mit diesem Land nachhaltig weitergeht“, sagte Schmidt in eine Kamera des RBB, nachdem er zuvor Lebkuchenherzen an „Eisenbahner mit Herz“ verteilt hatte. Dann kam der Satz: „Genügt das als Statement des kommenden FDP-Vorsitzenden von Berlin-Mitte?“ Dort kann es für die Gelben nur besser werden. Bei den letzten Wahlen holten sie in Mitte 1,7 Prozent.
Die amtierende Bezirksvorsitzende Maren Jasper-Winter (35) mailte Schmidt an und forderte ihn auf, Worten Taten folgen zu lassen. „Ich freue mich auf einen hochinteressanten Gegenkandidaten und bin nicht minder gespannt auf Herrn Schmidts politische Ideen für das Zentrum der Hauptstadt.“ Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle sagte: „Ich wusste es schon immer, Harald Schmidt ist im Herzen ein Liberaler. Wir haben in der FDP keinen Aufnahmestopp.“
Anfang Mai 2012 wird Schmidt seine Show im Sender Sat.1 verlieren. Sie wird wegen schlechter Einschaltquoten eingestellt.
Die Berliner FDP hatte im September 2011 mit 1,8 Prozent der Stimmen ihr schlechtestes Wahlergebnis erzielt, war aus dem Abgeordnetenhaus und den Bezirksparlamenten ausgeschieden.
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