Ein Streit innerhalb einer Gruppe von zehn bis 15 Personen ist in der Nacht zu Donnerstag in Berlin-Neukölln eskaliert. Wie die Polizei mitteilte, wurden sogar mehrere Schüsse abgegeben. Verletzte gab es jedoch nicht.
Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die Männer kurz vor Mitternacht in einem Lokal an der Sonnenallee in Streit geraten. Im Laufe der Auseinandersetzungen soll die Gruppe dann auf die Straße getreten sein und sich dort weitergestritten haben. Auf dem Bürgersteig zog einer der Männer plötzlich eine halbautomatische Pistole und gab mehrere Schüsse ab. Zeugen riefen daraufhin die Polizei. Als die Beamten eintrafen, flüchteten die Männer. Die Polizisten verfolgten sie und konnten wenig später einen 25-Jährigen und zwei 20-jährige Männer festnehmen. Als die Beamten die Umgebung absuchten, fanden sie die mögliche Tatwaffe, eine tschechische Pistole.
Die Polizei vermutet, dass ein Mann (36) versucht hatte, auf einen 56-Jährigen zu schießen. Beide sind jedoch flüchtig. Gegenüber den Beamten sagten die drei festgenommenen Männer aus, dass sie aufgrund einer Diskussion über die politische Lage in Syrien und die Politik von Präsident Assad in Streit geraten seien.
Einen Zusammenhang zu den tödlichen Schüssen in Buckow, bei denen der 22-jährige Burak B. getötet wurde, sieht die Polizei nicht. Nach Informationen von Morgenpost Online sollen allerdings Revierkämpfe im kriminellen Milieu der Grund gewesen sein. Denn unter den Beteiligten sollen Angehörige zweier libanesischer Großfamilien, Familie R. und Familie Sh., sein. Demnach sollen Mitglieder der einen Familie in das Lokal getreten sein und gezielt provoziert haben. Infolge der Provokationen soll sich dann der Streit entwickelt haben. Beide Familien sind bei der Polizei keine Unbekannten. Dem Vernehmen nach sollen sie in Drogen- und Waffengeschäfte verwickelt sein sowie Schutzgeld erpressen. Die Polizei bestätigte lediglich, dass einige der Männer in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander stehen.
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