Wartungspanne

Zugverkehr um S-Bahnhof Warschauer Straße lahmgelegt

Wieder hat eine Panne im Berliner Schienennetz lange Wartezeiten verursacht: Betroffen waren S-Bahnen sowie der Regional- und Fernverkehr.

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Nach massiven Störungen hat sich der S-Bahn-Verkehr auf der Berliner Stadtstrecke am Mittwochnachmittag wieder normalisiert. Während die Linien S5, S7 und S75 seit 16.45 Uhr wieder über den Bahnhof Warschauer Straße fahren konnten, blieben die durch einen Baggerunfall ausgelösten Einschränkungen bei Regional- und Fernzügen vorerst bestehen. Die Bahn riet Zugreisenden, den Streckenabschnitt zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz weiträumig zu umfahren sowie auf S- und U-Bahnen umzusteigen. Ein Busnotverkehr wurde nicht eingerichtet. Die letzten Reparaturarbeiten sollten bis etwa 20.00 Uhr abgeschlossen werden.

Am Mittwoch war es zu starken Behinderungen im Berliner Schienenverkehr gekommen, nachdem gegen 13.15 Uhr bei Bauarbeiten einige Oberleitungen beschädigt worden waren. Fernzüge in und aus Richtung Frankfurt am Main, Ruhrgebiet und Hannover begannen und endeten am Hauptbahnhof, der Halt am Ostbahnhof entfiel. Die Regionalexpress-Züge 1, 2 und 7 sowie die Regionalbahn 14 mussten größtenteils umgeleitet werden oder fielen ganz aus. Zudem waren zeitweise die S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz in beide Richtungen blockiert.

Bagger löst das Chaos aus

Das Verkehrschaos wurde nach Bahnangaben durch einen Bagger ausgelöst, mit dem am Bahnhof Warschauer Straße versehentlich mehrere Oberleitungen heruntergerissen wurden. In den baumelnden Leitungen verhedderte sich daraufhin auch der Stromabnehmer eines Regionalzuges (RE 37380), der deshalb auf offener Strecke halten musste. Die Fahrgäste harrten notgedrungen eine Stunde lang aus, bevor sie die Waggons verlassen und über die Gleise in Sicherheit geführt werden konnten.

Der RE 1 von Magdeburg nach Frankfurt/Oder wurde über Berlin-Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet, gleiches galt für den RE 2 von Wismar nach Cottbus. In beiden Fällen entfielen die Halte auf der Berliner Stadtbahn. Der RE 7 verkehrte nur noch zwischen Schönefeld und Wünsdorf Waldstadt, als Ersatz dienten S45 und S9. Die Regionalbahn 14 von Nauen nach Schönefeld wurde wiederum über Jungfernheide, Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet. Auch hier entfielen die Halte auf der Stadtbahn und in Karlshorst.